Familie:
Landeskirche will Homo-Ehe gleichstellen

Synode im Rheinland entscheidet am Freitag über Trauungen

Düsseldorf/Hannover/Oldenburg Die Evangelische Kirche im Rheinland entscheidet am Freitag über eine völlige Gleichstellung homosexueller Lebenspartner mit Eheleuten. Die Kirchenleitung schlägt der in Bad Neuenahr tagenden rheinischen Landessynode vor, schwulen und lesbischen Lebenspartnern künftig eine Trauung zu ermöglichen, die wie die Ehe in die Kirchenbücher eingetragen wird. Das soll laut Vorlage in der zweitgrößten Landeskirche Deutschlands auch rückwirkend möglich sein.

Damit wäre die Kirche im Rheinland nach der Kirche in Hessen und Nassau die zweite in Deutschland, die die Segnung von Lebenspartnern mit der klassischen Trauung völlig gleichgesetzt. In den 20 Landeskirchen gibt es keine einheitliche Regelung. In Oldenburg und Braunschweig sind Segnungen in Form einer Andacht oder eines Gottesdienstes möglich. Auch in Hannover sind Segnungen möglich, Pastoren können sich aber aus Gewissensgründen weigern. In Bremen entscheidet jede Gemeinde selbst über solche Segnungen.

Die katholische Kirche lehnt eine Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare ab, unter anderem mit dem Hinweis auf die Verantwortung für Kinder. Auf lokaler Ebene wird aber darüber diskutiert.

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14.01.2016
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