Flüchtlingszustrom:
Mehrere EU-Staaten wollen Grenzkontrollen verlängern

Länder wie Deutschland, Österreich, Belgien, Schweden und Dänemark sollen für längere Kontrollen in ausgewählten Staaten des Schengen-Raums sein. Derzeit darf Deutschland noch bis Mai kontrollieren.

Brüssel Angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms über die Türkei in die EU streben einem Medienbericht zufolge mehrere EU-Staaten eine Verlängerung der Grenzkontrollen um weitere eineinhalb Jahre an. Länder wie Deutschland, Österreich, Belgien, Schweden und Dänemark seien für Kontrollen in ausgewählten Staaten des Schengen-Raums, die dann höchstens bis Ende 2017 dauern könnten, berichtete die Zeitung „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf hochrangige EU-Diplomaten.

In diesem Fall könnte auch Deutschland, das seine Grenzkontrollen nach den jetzigen Regelungen des Schengener Grenzkodexes (Artikel 23 und 24) eigentlich im Mai beenden müsse, die Grenzen deutlich länger sichern. Die notwendigen Schritte für verlängerte Kontrollen nach Artikel 26 des Schengener Grenzkodexes sollten bei einem informellen Treffen der EU-Innenminister an diesem Montag in Amsterdam eingeleitet werden, berichtet das Blatt weiter.

Eine Sprecherin der EU-Kommission hatte am Freitag erläutert, dass für solche längerfristigen Kontrollen zunächst festgestellt werden müsste, dass es „dauerhafte“ Defizite beim Schutz der EU-Außengrenze gibt. In den vergangenen Wochen war die Kritik an Griechenland lauter geworden. Trotz starker Winde und rauer See kommen nach wie vor Tausende von Flüchtlingen aus der Türkei über die Ägäis nach Griechenland. Die meisten reisen dann über die Balkanroute weiter in Richtung Österreich und Deutschland.

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel
Liebe Leserin, lieber Leser,

momentan steht Ihnen die Kommentarfunktion auf NWZonline.de nicht zur Verfügung. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

- Das Team von NWZonline

Newsletter

Das Team vom NWZonline Newsletter

MONTAGS BIS FREITAGS

die wichtigsten Nachrichten vom Tage in Ihrem Postfach.
article
6ac49e6e-c1bb-11e5-9131-7a6b51c97ec0
Flüchtlingszustrom
Mehrere EU-Staaten wollen Grenzkontrollen verlängern
Länder wie Deutschland, Österreich, Belgien, Schweden und Dänemark sollen für längere Kontrollen in ausgewählten Staaten des Schengen-Raums sein. Derzeit darf Deutschland noch bis Mai kontrollieren.
http://www.nwzonline.de/politik/mehrere-eu-staaten-wollen-grenzkontrollen-verlaengern_a_6,0,3365579807.html
24.01.2016
http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2014-2016/Produktion/2016/01/24/POLITIK/ONLINE/Bilder/cropped/3tst0434-kHpB--600x337@NWZ-Online.jpg
Politik,Flüchtlingszustrom
Politik

Politik

Parlamentswahl

Linksruck in Spanien

Madrid Für die spanischen Konservativen droht sich bei der Parlamentswahl vom Sonntag, das Schicksal des Urnengangs vom Dezember zu wiederholen: Die meisten Stimmen, aber keine Mehrheit. Stattdessen sieht sich ein junges Linksbündnis auf der Überholspur.

Ursula Von Der Leyen Kann sie Erdogan zur Raison bringen?

Berlin Ankara hat Politikerreisen zu den Bundeswehrsoldaten am Nato-Standort Incirlik quasi verboten. Das kann sich die Bundesregierung kaum gefallen lassen. Die Verteidigungsministerin kündigt nun eine Visite an - und bietet Erdogan damit die Stirn.

Deutscher Wandertag Joachim Gauck in Sachsen wüst beschimpft

Sebnitz Für den Bundespräsidenten ist es nicht neu, bei Auftritten in Sachsen beschimpft zu werden. In Bautzen hat er das schon im März erlebt. So schlimm wie jetzt beim Wandertag im ostsächsischen Sebnitz war es aber nicht. Bei den „besorgten Bürgern“ scheinen die Dämme zu brechen.