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Menschliches Versagen: Züge rasen ineinander

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Unglück:
Menschliches Versagen: Züge rasen ineinander

Bad Aibling Bei einem der schwersten Zugunglücke in Deutschland seit vielen Jahren sind in Oberbayern mindestens zehn Menschen getötet worden. Am frühen Dienstagmorgen krachten zwei Nahverkehrszüge auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim nahezu ungebremst frontal ineinander. 18 Menschen wurden schwer, 63 leicht verletzt.

Die Ursache für das Unglück ist nach ersten Ermittlungen „menschliches Versagen“. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus zuverlässiger Quelle. Wer genau für das Unglück verantwortlich zu machen ist, war noch nicht bekannt.

„Der eine Zug hat sich förmlich in den anderen hineingebohrt und die Kabine des zweiten Zuges komplett auseinandergerissen“, berichtete ein sichtlich betroffener Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor Journalisten. „Das sind Bilder, die einen natürlich auch sehr stark emotional belasten.“

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten gestalteten sich extrem schwierig, weil die Unglücksstelle in einem Waldstück an einer Hangkante neben dem Flüsschen Mangfall liegt. Die Bevölkerung wurde zum Blutspenden aufgerufen.

Die Strecke wird mit dem „Punktförmigen Zugbeeinflussungssystem“ kontrolliert – „das automatisch dafür sorgen soll, dass das Aufeinandertreffen von Zügen nicht stattfindet, indem Züge zwangsgebremst werden, wenn sie unberechtigt auf einer Strecke sind, Signale überfahren oder Ähnliches“, sagte Dobrindt. Auf der Unfallstrecke war das System kürzlich kontrolliert worden – alles schien einwandfrei.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich tief betroffen: „In Gedanken bin ich auch bei den zahlreichen Verletzten, die mit den Folgen des Unglücks ringen“, sagte sie. Wegen des Unglücks sagten die Parteien den Politischen Aschermittwoch in Bayern ab. Auch die Veranstaltung der CDU in Mecklenburg-Vorpommern wurde abgesagt.

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