• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Nachrichten Politik

Neonazis ködern Jugend

NWZonline {{SHARING.setTitle("Neonazis ködern Jugend")}}

Verfassungsschutz:
Neonazis ködern Jugend

Hannover Rechtsextreme versuchen in Niedersachsen gezielt, Schüler und Jugendliche anzuwerben. Die rot-grüne Landesregierung warnt vor rechten Aktionsbündnissen, die von Jugendlichen oft gar nicht auf den ersten Blick als Neonazis zu erkennen seien.

„Die Sorge ist, dass über lockere rechte Bündnisse junge Leute weit über rechtsextreme Zirkel hinaus angesprochen werden“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2012. Ein solches Bündnis sei im Raum Braunschweig, Wolfsburg und Gifhorn aktiv. Auch die inzwischen verbotene Gruppe „Besseres Hannover“ habe viel Zulauf gehabt.

„Ich sehe das als gefährlich an“, sagte Grünen-Landtagsfraktionsvize Helge Limburg der NWZ. „Die Jugendlichen werden gezielt angesprochen.“ Limburg forderte mehr staatliche Angebote für Jugendliche in der Freizeit.

Nach Angaben von Verfassungsschutz-Präsidentin Maren Brandenburger werden die klassischen Neonazi-Kameradschaften immer mehr durch „aktionsbezogene und informelle Organisationsformen“ abgelöst. Dies erleichtere den Zugang für Jugendliche, die lediglich an einem „temporären anlassbezogenen Engagement“ interessiert seien, betonte Brandenburger. Die Gefahr des Rechtsextremismus sei in Niedersachsen trotz einer leichten Schwächung der Szene weiterhin hoch. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ist der rechtsextreme Personenkreis im Vergleich zum Vorjahr von 1625 auf 1585 geschrumpft, die Zahl der Gewaltbereiten ist mit 920 konstant geblieben.

Laut Brandenburger nutzen Rechtsradikale Sorgen und Ängste in der Bevölkerung aus, um massiv gegen den Islam zu mobilisieren. Mit ihrer aggressiven Agitation und der systematischen Abwertung von Muslimen schürten sie ein Klima des Hasses und der Angst, sagte Pistorius.