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Unruhe In Wildeshausen:
Es ist tatsächlich ein Wolf

Wildeshausen Die Debatte um den sich in Niedersachsen ausbreitenden Wolf ist nach der Sichtung eines Tieres in einem Wohngebiet im Kreis Oldenburg weiter angefacht worden. Nach mehreren Meldungen und Fotos von einem Wolf in einer Siedlung in Wildeshausen berieten die Kreisstadt und das Umweltministerium in Hannover am Montag das weitere Vorgehen. Das Ministerium genehmigte für den Notfall auch drastische Maßnahmen bis hin zur Tötung des Tieres.

„Es handelt sich definitiv um einen Wolf“, sagte Stadtsprecher Sebastian Pundsack unter Berufung auf den örtlichen Wolfsberater. Auch im Ministerium glaubt man, bei dem im Kreis Oldenburg gesichteten Tier sei davon auszugehen, dass es sich um einen jungen Wolf handelt, der kaum Scheu vor Menschen zeigt.

Aufgrund der befürchteten Gefahren könne das Tier mit Gummigeschossen vertrieben, betäubt und in letzter Konsequenz auch getötet werden, teilte das Ministerium am Montag mit. Diese Maßnahmen würden im Einklang mit dem Bundesnaturschutzgesetz stehen und dürften nur in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ergriffen werden.

Inzwischen zog der Wolf in den Nachbarort Großenkneten weiter und wurde auch dort in der Nähe von Wohngebieten gesichtet. Der Landkreis rief zur Besonnenheit auf.

Das Verhalten des Tieres, das am Sonntag von mehreren Menschen und auch einer alarmierten Polizeistreife sowohl in einem Wohngebiet als auch auf einem Wanderweg gesichtet wurde, sei als kritisch und atypisch einzustufen, sagte Stadtsprecher Pundsack. Die letzte Gewissheit könnten nur Proben von Haaren oder Ausscheidungen des Tieres liefern, sagte Landkreissprecher Oliver Galeotti. „Wenn es sich bestätigt, dass es sich um einen Wolf handelt, ist das ein absolutes Novum.“ Einen Wolf, der am hellichten Tage durch ein Wohngebiet streife, habe es noch nicht gegeben. „Dem Problem muss man Herr werden, auf die eine oder andere Weise.“

Die Sorge vor Wölfen hatte in Niedersachsen in letzter Zeit zugenommen, auch weil es immer wieder Meldungen über von Wölfen gerissene Schafe gab. Zuletzt sorgte die Sichtung eines möglichen Wolfes an einem Waldkindergarten in Goldenstedt bei Vechta für Aufregung.

Ein Lösungskonzept habe der Landkreis nicht in der Schublade, meinte Sprecher Galeotti. „Es geht um eine Aufklärung der Bürger“, meinte er. Seitdem die Fotos der Wolfssichtungen kursierten, gebe es verstärkt Sichtungen an verschiedenen Stellen.

Auch im Landtag war jüngst erst über den Wolf gestritten worden. Die Opposition von CDU und FDP hatte eine Regulierung und eine Aufnahme der Tiere ins Jagdrecht verlangt, da sich Konflikte von Wolf und Mensch in dicht besiedelten Regionen abzeichneten. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte vor einer Dramatisierung gewarnt, außerdem reiche die bestehende Rechtslage aus, um gegen Problem-Wölfe vorgehen zu können.

Erste aus dem Osten vorrückende Wolfsrudel waren in Niedersachsen ab 2012 zunächst in der Lüneburger Heide und dem ebenfalls schwach besiedelten Wendland heimisch geworden. Weitere Wölfe tauchten auch im Kreis Celle, im Raum Cuxhaven und vereinzelt auch im Solling und an anderen Orten auf. Inzwischen gibt es in Niedersachsen rund 50 Wölfe. Das Land reagierte auf die Ausbreitung der Wölfe mit einem Wolfsmonitoring durch die Landesjägerschaft, der Benennung Dutzender Wolfsberater in den Regionen sowie einer Wolfsbeauftragten. Eine „Richtlinie Wolf“ regelt unter anderem die Entschädigung von Schäfern.

Artikel: Foto aus Wildeshausen sorgt für Aufregung, NWZonline, 1. März 2015

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