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Geschichte:
Gedenkstätte erinnert an polnische Kriegsgefangene

Esterwegen Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert an diesem Sonntag an die Befreiung von mehr als 1700 polnischen Frauen aus einem Kriegsgefangenenlager im emsländischen Dorf Oberlangen. Die Häftlinge waren nach dem Scheitern des Warschauer Aufstands 1944 ins Emsland gebracht worden.

„Die Frauen haben im Sommer 1944 an dem Aufstand als Sanitäterinnen und Melderinnen der Untergrundarmee „Armia Krajowa“ teilgenommen“, sagte Kurt Buck von der Gedenkstätte Esterwegen. Die Polinnen waren am 12. April 1945 befreit worden. Am selben Tag übernahm der sich als Offizier ausgebende deutsche Gefreite Willi Herold das Kommando im Strafgefangenenlager Aschendorfermoor im Emsland. Er richtete ein Massaker mit mehr als 100 Toten an. Auch daran erinnert die Gedenkstätte am Sonntag.

Teile des Emslandes waren nach dem Krieg für rund drei Jahre von Polen besetzt. Die Stadt Haren bekam den Namen Maczkow, benannt nach dem polnischen General Stanislaw Maczek. Auf Anordnung der britischen Militärregierung mussten 1000 deutsche Familien ihre Häuser verlassen, um Platz für die polnischen Menschen zu machen, die durch den Krieg in die Region gekommen waren – sei es als Gefangene oder als Zwangsarbeiter. Nach Angaben der Stadt Haren gab es eine Enklave mit 30 000 polnischen Zivilisten und 18 000 polnischen Soldaten. Am 10. September 1948 verließen die letzten polnischen Familien Haren.

Die Gedenkveranstaltung am Sonntag besucht auch eine Gruppe Frauen aus Polen und England, sagte Buck. Darunter seien auch Frauen, die damals aus dem Lager befreit wurden.

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