Klinik-Krise:
Weihbischof setzt sich für Krankenhaus-Erhalt ein

Mitarbeiter wollen beim Neujahrsempfang demonstrieren – Plan in zweiter Januarhälfte

Cloppenburg/Vechta Ungemütlich könnte in diesem Jahr sein traditioneller Neujahrsempfang für Weihbischof Heinrich Timmerevers am Sonnabend, 5. Januar, in Vechta werden. Die Mitarbeitervertretung des von der Schließung bedrohten Krankenhauses in Emstek hat zur Demonstration unter dem Motto „Wir tragen den Protest zum Weihbischof“ aufgerufen. Mit vier Bussen fahren die Emsteker zum Antoniushaus, um ihre Position deutlich zu machen.

Im Vorfeld hat sich Weihbischof Timmerevers dafür eingesetzt, gemeinsam für eine Zukunft aller vier Standorte zu arbeiten. Er machte darin nochmals die Rolle des Offizialats deutlich, um „zu einer Versachlichung der Diskussion“ beizutragen: Die Krankenhäuser seien nicht in Trägerschaft des Offizialats, auch in den Leitungsgremien habe das Offizialat weder Sitz noch Stimme, so Timmerevers.

Er versprach aber, sich nach Ende der akuten Krise dafür einzusetzen, dass Fehler und Fehlentscheidungen in der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM) analysiert würden.

Derweil arbeitet der KKOM-Generalbevollmächtigte Dr. Rudolf Kösters weiter unter Hochdruck an einem tragfähigen Zukunftskonzept für den Klinik-Verbund. Das soll in der zweiten Januarhälfte den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.

Danach werde das Offizialat prüfen, welche unterstützenden Maßnahmen es ergreifen und begleiten könne, so Timmerevers.

Wie berichtet, sieht ein vorläufiger Sanierungsplan die Schließung der Kliniken in Löningen und Emstek vor. Dagegen rührt sich heftiger Widerstand bei den Mitarbeitern und in der Bevölkerung.


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