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Israels Ex-Präsident:
Peres mahnt zur Zwei-Staaten-Lösung

Jerusalem Der ehemalige israelische Staatspräsident Schimon Peres hat eindringlich für eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beilegung des Nahost-Konflikts geworben. Dies liege im Interesse Israels, sagte der 92-Jährige am Montag in einem Interview.

Er verwies auf die demografische Entwicklung, nach der Juden bald nicht mehr die Mehrheit im Land stellen könnten. „Es ist besser, einen jüdischen Staat auf einem Teil des Landes zu haben als gar keinen jüdischen Staat“, sagte Peres.

„Israel sollte die Zwei-Staaten-Lösung aus eigenem Interesse umsetzen, denn wenn wir unsere Mehrheit verlieren sollten - und heute liegen wir fast gleich auf - dann können wir weder ein jüdischer noch ein demokratischer Staat bleiben“, fügte er hinzu. „Das ist der zentrale Punkt, und zu meinem Bedauern, tun sie (die Regierung) das Gegenteil.“

Peres hatte 1993 die Oslo-Verträge mit ausgehandelt, die den Palästinensern eine Teilautonomie gewährten. Das vorgesehene Abkommen zum Aufbau eines Palästinenserstaats kam dann aber nie zustande. Inzwischen gelten die Oslo-Verträge als tot, und die Aussicht auf einen Palästinenserstaat ist düster. Der heutige Ministerpräsident Benjamin Netanjahu akzeptierte die Idee zwar 2009 widerstrebend, trieb sie aber nicht mit Energie voran.

„Die Alternative zu zwei Staaten ist ein fortgesetzter Krieg, und niemand kann für immer Krieg führen“, sagte Peres. „Wenn man sagt, wir sollten auf unserem Schwert leben, dann sollte man nicht vergessen, dass es auch noch andere Schwerter gibt.“

Netanjahus Bemühungen um Frieden seien über Reden nie hinaus gekommen, fügte er hinzu. „Ein Politiker und eine Regierung sollten nur nach einem beurteilt werden - und zwar nach dem, was sie tun oder taten, und nicht nach dem, was sie sagten.“

Peres hatte in 70 Jahren in der Politik zahlreiche Ministerposten und war drei Mal für kurze Zeit Ministerpräsident. Bis 2014 war er sieben Jahre Präsident. Für seine Rolle bei den Osloer Verträgen erhielt der damalige Außenminister zusammen mit Ministerpräsident Jitzchak Rabin und Palästinenserführer Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.

20 Jahre nach der Ermordung Rabins am 4. November 1995 durch einen jüdischen Extremisten blickte er mit gemischten Gefühlen zurück. Die große Friedenskundgebung an diesem Tag sei für Rabin und ihn der beste Moment in ihrer von langer Rivalität geprägten Geschichte gewesen. „Wir waren uns total einig und wir waren wirklich ermutigt“, sagte Peres.

Kurz vor ihrem gemeinsamen Abgang von der Bühne habe ein Sicherheitsbeamter sie von einer Bedrohung informiert, angeblich durch einen Araber. Peres ging nach eigenen Worten die Stufen hinunter und stand an seinem Auto, als die drei tödlichen Schüsse auf Rabin fielen. Sicherheitsleute drängten Peres ins Auto und brachten ihn fort.

Im Krankenhaus habe er erfahren, dass Rabin gestorben sei, sagte Peres. Gemeinsam mit Rabins Witwe Leah habe er den Toten noch einmal angeschaut. „Sein Gesicht war glücklich, wie ein Mann, der endlich völlig zur Ruhe gekommen war“, sagte Peres. „Ich bin sicher, wenn er überlebt hätte, hätte er auch mit den Palästinensern Frieden geschlossen.“

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