NWZonline {{SHARING.setTitle("Streit über Sicherheit in Flüchtlingsheimen")}}

Diskussion Um Wachpersonal:
Streit über Sicherheit in Flüchtlingsheimen

Berlin Nach zahlreichen Übergriffen von Sicherheitsangestellten in Flüchtlingsheimen ist zwischen den Beteiligten Streit über die Schuldfrage entbrannt. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes der Sicherheitsunternehmen (BDSW), Harald Olschok, warf Kommunen und Ländern vor, eine Mitschuld zu tragen. „Der Preisdruck wird von den öffentlichen Auftraggebern gemacht“, sagte Olschok der „Welt“ (Dienstag). Diese vergäben ihre Aufträge zur Bewachung von Flüchtlingsheimen oft ausschließlich nach dem Kriterium niedrigster Preis, was dazu führe, dass einige Sicherheitsfirmen an der Qualität der Bewachungsleistung sparten.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund wies die Vorwürfe zurück. „Für die Kommunen erweist es sich aufgrund der weiter steigenden Flüchtlingszahlen als zunehmend schwierig, überhaupt noch qualifizierte und zuverlässige Sicherheitsdienstleister am Markt zu finden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Er warf den Industrie- und Handelskammern Versäumnisse bei der Ausbildung des Wachpersonals vor. Die Kammern seien nun gefordert, „ausreichende Prüfungskapazitäten zur Verfügung zu stellen“. Hintergrund ist, dass die Industrie- und Handelskammern in einigen Städten derzeit wegen der starken Nachfrage nach zusätzlichen Wachleuten für Flüchtlingsunterkünfte offenbar mit den Prüfungen kaum noch hinterherkommen.

Der Dachverband der Industrie- und Handelskammern in Berlin sieht die Schuld dagegen bei Ordnungsämtern und Kommunen. In einem Positionspapier zum Gesetzesvorhaben der Bundesregierung für schärfere Qualifizierungsvorschriften heißt es: Nicht höhere Ausbildungsstandards für Wachleute seien der Schlüssel zu mehr Qualität. Gefragt seien vielmehr die Ordnungsämter der Kommunen, die dafür zuständig sind, regelmäßig zu überprüfen, ob die in Heimen eingesetzten Security-Kräfte tatsächlich Ausbildungsnachweise und Führungszeugnisse haben. Wegen des Flüchtlingsansturms kamen jedoch einige Kommunen mit den Kontrollen zuletzt nicht mehr nach.

In mehreren Städten war es laut Angaben der „Welt“ in den vergangenen Wochen zu teils drastischen Übergriffen von Wachleuten auf Flüchtlinge oder Kollegen gekommen, so etwa in Berlin, Köln, Villingen-Schwenningen und Dresden. Die Bundesregierung reagiert darauf mit einem neuen Gesetz, das am kommenden Mittwoch im Kabinett beraten werden soll. Demnach soll künftig eine sogenannte Sachkundeprüfung für Sicherheitsfachkräfte verbindlich sein. Bisher reicht es, an einer IHK-zertifizierten Unterrichtung ohne Abschlussprüfung teilzunehmen.

Bissel/Beverbruch
Bild zur News: Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Ein Mann In Lebensgefahr
Vier Verletzte bei Unfall nahe Beverbruch

Beim Überholen hatte der Fahrer eines Kombis einen entgegenkommenden Kastenwagen übersehen, beide Wagen stießen frontal zusammen. Die Garreler Straße musste für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.

Oldenburg
Bild zur News: „Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Erzieherinnen In Finanznot
„Was übrig bleibt, ist ein Taschengeld“

Ab 2017 gelten auch in Oldenburg neue Förderrichtlinien in der Kindertagespflege – verbessern wird sich wenig. Selbstständige Erzieherinnen leben oft am Existenzminimum.

Bremen
Bild zur News: Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Werder Bremen
Folgt der nächste Akt im Torwarttheater?

Zwischen den Pfosten des Bremer Tores ist die einzige Konstante die Inkonstanz. Eines haben beide Keeper gemeinsam: Sie kassieren zu viele Gegentore.

Wilhelmshaven
Bild zur News: Mehrere Schüler durch  Reizgas verletzt

Feuerwehreinsatz In Wilhelmshaven
Mehrere Schüler durch Reizgas verletzt

Das Gas war aus seiner zu Boden gefallenen Spraydose entwichen. 30 Schüler der IGS wurden vor Ort behandelt, sieben zur Beobachtung ins Klinikum gebracht.

Oldenburg
Bild zur News: Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Kommentar Missbrauch Einer 18-Jährigen
Leute, wo ist denn euer Mitgefühl geblieben?

Der sexuelle Missbrauch einer jungen Frau in Oldenburg hat hohe Wellen geschlagen. Statt mit dem Opfer mitzufühlen, reagieren viele Facebook-Nutzer mit Hohn und Spott. NWZ-Redakteurin Inga Wolter findet das „herzlos und einfach nur stumpf“.

Cuxhaven
Bild zur News: Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

Verdacht Auf Schwarzarbeit
Durchsuchungen in Cuxhavener Taxibetrieben

58 Objekte nahmen Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei unter die Lupe. Dabei fanden sie erheblichen Mengen Bargeld – und noch Einiges mehr.

Oldenburg
Bild zur News: Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Mutiger Einsatz
Oldenburger Studentin rettet Flüchtlinge im Mittelmeer

Der Verein „Jugend rettet“ sucht mit einem eigenen Schiff im Mittelmeer nach Flüchtlingen. Mit an Bord war die Oldenburger Medizinstudentin Sabeth Becker. Dabei kam die 24-jährige im Angesicht menschlichen Leids an ihre Grenzen.

Delmenhorst
Bild zur News: Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Tierdieb In Delmenhorst
Drei Hundewelpen aus Garten gestohlen

Wie dreist ist das denn: Eine Hausbewohnerin hörte verdächtige Geräusche im Garten – da waren die drei Jack-Russel-Welpen schon weg. Die Polizei sucht nun Hinweise.

Oldenburg
Bild zur News: Hier bestimmen Radler die Ampelphasen   selbst

Innovation In Oldenburg
Hier bestimmen Radler die Ampelphasen selbst

Wärmebildkameras verkürzen Stehzeit nach Bedarf – je mehr Radler, desto länger die Grünphase. So kann besser auf die Schüler-Massen morgens und mittags reagiert werden. Das kam auch bei einer Jury gut an.