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Tüv findet Mängel bei immer mehr Aufzügen

Tragseile zerschlissen, Schachttüren defekt, der Notruf landet im Nirgendwo - bei Aufzügen in Deutschland liegt einiges im Argen, berichtet der Tüv. Viele Lifte konnte er nicht einmal überprüfen.

4700 der geschätzt rund 700 000 Fahrstühle in Deutschland mussten die Prüfer 2012 stilllegen. «Ich würde heute nicht mehr sagen: Der Fahrstuhl ist das sicherste Transportmittel», sagte Dieter Roas, der Fachmann des Verbands der Technischen Überwachungsvereine (Tüv) am Donnerstag in Berlin. Auch viele Tankstellen lassen nach der Mängelstatistik zu wünschen übrig.

Nicht einmal ein Drittel der 2012 geprüften Aufzüge sei mängelfrei gewesen - so wenige wie seit Jahren nicht. Die Mehrzahl der Mängel waren nach den Zahlen jedoch geringfügig. Knapp zehn Prozent stuften die Prüfer jedoch als sicherheitserheblich ein. Roas sprach von einer besorgniserregenden Zahl, zu der auch Reparaturpfusch beitrage. Häufig funktioniere auch die Notrufweiterleitung nicht.

0,67 Prozent der geprüften Fahrstühle gelten als gefährlich - diese Aufzüge wurden stillgelgt. Einen Gesamtüberblick hat der Tüv nicht: 250 000 Aufzüge würden nicht wie vorgeschrieben jährlich zur Überprüfung gemeldet.

Bei den ebenfalls überprüften Tankstellen fanden die Experten nur in knapp 55 Prozent der Fälle keine Mängel - ein Beispiel wäre Explosionsgefahr wegen ungeeigneter Keilriemen an Pumpen oder falsche Füllstandsmesssonden in Tanks. Vor zwei Jahren waren noch nahezu 70 Prozent mängelfrei. Gefährliche Mängel fanden die Prüfer jedoch nur an neun Tankstellen. Die Betreiber reagierten schnell und umfangreich, heißt es im Anlagensicherheits-Report des Tüv.

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