Sechstagerennen:
Radsport lockt wieder mehr Fans

Zuschauerzahl in Bremen steigt auf 64 000 – Siegerpaar getrennt

Die Veranstalter äußerten sich bei ihrem Fazit zufrieden. Das Jedermann-Rennen sei ein großer Erfolg gewesen.

Bremen/Oldenburg Schon kurz nach dem Triumph von Bremen wird das Erfolgsduo Kenny de Ketele (Belgien) und Christian Grasmann (München) getrennt. Nachdem die beiden Radprofis am späten Dienstagabend das Bremer Sechstagerennen gewonnen hatten, gehen sie auch bei der Veranstaltung in Berlin, die am 28. Januar beginnt, an den Start. Dort fährt de Ketele aber an der Seite seines Landsmannes Moreno de Pauw, Grasmann bildet mit Nico Heßlich (Cottbus) ein Team. Zum Abschluss des Rennens in Bremen wurde Grasmann – wie zuvor für den Fall des Sieges vereinbart – von seinem Partner rasiert.

Die 52. Bremer Sixdays seien indes sehr gut verlaufen, erklärte Erik Weispfennig, seit 2012 Sportlicher Leiter des Rennens. „Es gab zwar ein paar Stürze, aber wir haben jeden Abend absoluten Spitzensport gesehen. Es gab viele spannende Rennen mit knappen Entscheidungen“, sagte der 46-jährige Ex-Profi.

Auch mit dem Jedermannrennen, das zum ersten Mal überhaupt im Programm war, zeigte sich Weispfennig zufrieden: „Es ist keiner gestürzt, obwohl die Bahn sehr schwer zu fahren ist.“ Für die Entscheidung am Montagabend hatten sich sechs Männer und sechs Frauen in vorgeschalteten Wettbewerben qualifiziert. Uwe Stecher gewann, er legte die 166 Meter fliegend in 10,477 Sekunden zurück.

„Vor dieser Zeit muss man Respekt haben“, betonte Weispfennig. Da der Wettbewerb gut ankam, denken die Organisatoren darüber nach, 2017 jeden Abend Jedermann-Wettbewerbe auszutragen.

Viele Änderungen wird es im kommenden Jahr aber nicht geben. „Ich denke, wir haben ein hohes Niveau und stoßen langsam an die obere Teilnehmergrenze“, sagte Weispfennig, der sich aber dennoch nicht ausruhen will: „Wir werden schon immer mal wieder was verändern. Wir versuchen, uns permanent zu optimieren.“

Die Zuschauerzahl sei im Vergleich zum Vorjahr um 1500 auf 64 000 Besucher angewachsen, erklärte Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Veranstaltungsfirma Event & Sport Nord. Das hat auf Weispfennig gemerkt: „Die Ränge füllen sich vor der großen Jagd, das freut mich besonders. Die Leute interessieren sich für den Sport.“

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