Ig Metall Küste:
1000 Demonstranten in Oldenburg erwartet

Am kommenden Donnerstag wollen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie aus Norddeutschland in Oldenburg demonstrieren. Anlass ist der Auftakt der Tarifverhandlung.

Oldenburg In der deutschen Metall- und Elektroindustrie steht in dieser Woche der Start der Tarifverhandlungen für Nordwest-Niedersachsen sowie Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an – und die zuständige IG Metall Küste mobilisiert ihre Mitglieder. Man erwarte am Donnerstag, 10.30 Uhr – zum Verhandlungsauftakt mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall – mindestens 1000 Frauen und Männer aus dem ganzen Norden zu einer zentralen Kundgebung in Oldenburg, erläuterte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Montag in Oldenburg. Sie würden sich für die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld stark machen. Allein im eigenen Bezirk gehe es um 140.000 Beschäftigte.

Oldenburg ist eine schöne Stadt, die wir gerne mit vielen Leuten besuchen. Wir für mehr. Wir für 5 Prozent.

Posted by IG Metall Küste on Montag, 7. März 2016

Die „Fünf“ habe sich vor Ort bei Diskussionen in zahlreichen Betrieben und in den Gremien herausgebildet, sagte Geiken. Sie sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass dringend Nachfrage gebraucht werde, um das Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten. Basiszahlen seien zudem eine von der Bundesbank genannte Zielinflation von zwei Prozent sowie ein Produktivitätswachstum von gut einem Prozent. Hinzu komme eine „Umverteilungskomponente“. Von einer drohenden „Deindustrialisierung“ könne man nicht reden, sagte Geiken mit Verweis auch auf Lage-Einschätzungen von der Arbeitgeberseite.

Die IG Metall Küste geht mit gesteigertem Selbstbewusstsein in die Verhandlungen, die am Donnerstag für die Küstenländer in Oldenburg beginnen – wobei es ein Ergebnis nach einhelliger Einschätzung zum Auftakt nicht geben wird. „Küste“ gewann unterm Strich 1334 Mitglieder hinzu – auf nun 178.500.

Geiken formulierte als „strategisches Ziel“, mehr Betriebe zur Rückkehr in die Tarifbindung „aufzufordern“. Sie habe immer weiter nachgelassen und gelte zurzeit für etwa 52 Prozent der Betriebe und 75 Prozent der Beschäftigten.

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