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NWZonline {{SHARING.setTitle("4100 Euro sind Gericht zu viel für Hündin Ronja")}}

Urteil In Oldenburg:
4100 Euro sind Gericht zu viel für Hündin Ronja

Delmenhorst/Oldenburg Wie hoch dürfen die Behandlungskosten für einen verletzten Hund sein, und ab welcher Summe würde man das geliebte Tier lieber einschläfern lassen? Im Fall der Mischlingshündin Ronja aus Delmenhorst hat die 5. Zivilkammer des Oldenburger Landgerichtes am Mittwoch bei 3000 Euro einen Schlussstrich gezogen. Damit bekommt Herrchen Frank S. nicht die vollen Behandlungskosten ersetzt.

Hintergrund: Hund Ronja muss vor Oldenburger Gericht, NWZ, 13. November 2014

Wie berichtet, war Ronja von einem Wolfshund gebissen und schwer verletzt worden. Die Behandlungskosten für das Hündchen, das aus dem Tierheim stammt und 100 Euro wert sein soll, beliefen sich auf 4100 Euro. Die Versicherung des Wolfshund-Halters hatte 50 Prozent geboten. Das Delmenhorster Amtsgericht hatte in einem ersten Prozess aber entschieden, dass Frank S. 80 Prozent zustünden. Das sind – wenn man von dem Maximalbetrag von 3000 Euro ausgeht – nun 2400 Euro.

Auf rund 1700 Euro Behandlungskosten bleibt Frank S. also sitzen. „Tierhalter-Risiko“ hieß es. Frank S. , der noch Revision einlegen kann, zeigte sich enttäuscht. Mit gesenktem Kopf verließ er mit der kleinen Ronja den Saal.

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