Kampagne:
Eltern und Lehrern Tor ins Internet öffnen

Polizeidirektion und Präventionsräte informieren über sicheres Surfen in Sozialen Netzwerken

Die Aktion steht unter dem Motto „Internet erfahren statt Gefahren“. Bis Januar 2014 gibt es dazu zahlreiche Aktionen mit wechselnden Schwerpunkten.

Oldenburg Am Dienstagabend ist im alten Oldenburger Landtag die Kampagne „Internet erfahren statt Gefahren“ offiziell gestartet. 150 Gäste aus dem gesamten Nordwesten nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. „Ziel ist es, Eltern und Lehrern das Tor ins Internet zu öffnen“, sagte Hans-Jürgen Thurau, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, über die Kampagne, an der Gemeinden und Landkreise im Nordwesten teilhaben.

Kinder und Jugendliche, so Thurau weiter, kämen zwar besser mit den neuen Techniken zurecht, doch könnten sie von der Lebenserfahrung der Eltern und Lehrer nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt profitieren. Eltern und Pädagogen sollten den Kindern in diesem Bereich auf Augenhöhe begegnen, forderte Thurau.

Dafür gibt es nun im Nordwesten bis Januar 2014 eine Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen, in denen das Internet – seine Chancen und seine Gefahren – den Zuhörern vorgestellt werde.

Das Internet sei aus Erziehung und Ausbildung heute nicht mehr wegzudenken, sagte der Polizeipräsident. Er änderte das afrikanische Sprichwort, das besagt, man brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen, in „heute braucht man dazu das globale Dorf, also das Internet“ um.

Gerd Koop, Vorsitzender des Präventionsrats Oldenburg, betonte, dass Aufklärung über das Internet im gesamten Nordwesten ein Thema sei. Das merke man nicht zuletzt an dem Zuspruch, den die Kampagne in den Gemeinden der Landkreise gefunden hätte.

Angesichts der vielen Facetten des Themas sei ein Zusammenschuss auf regionaler Ebene geradezu zwingend. Erich Marks, Geschäftsführer des Landespräventionsrats Niedersachsen, betonte, dass es mit einer Verteufelung von Neuheiten in der digitalen Welt, wie beispielsweise bereits bei Computerspielen geschehen, nicht einfach getan sei.

Diplominformatiker Jürgen Geuter von der Uni Oldenburg sprach über die Chancen für Kinder, mit dem Internet aufzuwachsen. Thurau, Koop, Marks und Thomas Sprengelmeyer, Jugendamtsleiter in Emden,präsentierten die vier Plakate, mit denen für die Veranstaltungen im gesamten Nordwesten geworben werden soll.

Jedem Plakat ist ein Themenblock zugeordnet. Von Februar bis April geht es um soziale Netzwerke, Handy und Internet sind das Thema von Mai bis Juli. Um Spielsucht und Computerspiele drehen sich die Veranstaltungen von August bis Oktober. Und Persönlichkeitsrechte und Mobbing im Internet werden von Oktober bis in den Januar 2014 behandelt.

Auf der bei der Auftaktveranstaltung vorgestellten Internetseite ist der Veranstaltungskalender bis November gefüllt, die erste Schulung hat die Polizei Cloppenburg/Vechta bereits am Mittwoch über Gefahren für Kinder und Jugendliche in sozialen Netzwerken gehalten.


Mehr Infos unter:   www.praevention-im-nordwesten.de 

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Maximilian Müller

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