BREMERHAVEN, 26. August 2010


„Seute Deern“ hat sich fein gemacht

Sail 2010 Tausende verfolgen in Bremerhaven Auftaktparade der Windjammer – „Gorch Fock“ Flaggschiff


Für den Hafenmeister ist die Sail 2010 eine Herausforderung: Die großen Schiffe müssen mit einer einzigen Schleuse auskommen. Da wird es manchmal ziemlich eng.

von Heiner Otto

Bremerhaven - stehen 6000 Parkplätze zur Vergügung. Von dort fahren Busse zu den Veranstaltungsorten. Aus Richtung Bremen auf der A 27 kommend erreichen Besucher den Park-and-Ride-Service über die Anschlussstellen BHV-Süd und Wulsdorf auf der B 71. Direkt zum Neuen Hafen führt die Abfahrt Zentrum über die B 212.

sind auch vor Nord-Ceram am Lunedeich, auf einem Weserwind-Grundstück an der Grönlandstraße, am Islandkai, am Straßenrand von Lunedeich und an der Labradorstraße eingerichtet.

gibt es zusätzlich 6300 Parkplätze in Blexen.

Leinen los zur Sail 2010: Mit einer Auftaktparade der größten und schönsten Segelschiffe hat am Mittwoch in Bremerhaven die maritime Großveranstaltung begonnen, zu der mehr als 240 Schiffe und bis einschließlich Sonntag rund eine Million Besucher erwartet werden. Tausende Menschen standen am Weserdeich, um die Windjammer in Empfang zu nehmen. Dabei bot sich ihnen ein seltenes Schauspiel, denn die meisten Schiffe erreichten die Seestadt unter vollen Segeln.


Gemeinsame Anreise
Zur gemeinsamen „Anreise“ trafen sich etwa 20 Teilnehmer in der Außenweser. Bei Tonne 44 übernahm zum siebten Mal die „Gorch Fock“, das Segelschulschiff der Bundesmarine, die Führung. Ihr folgten die polnische „Dar Mlodziezy“, die russische Viermast-Bark „Krusenstern“, die „Großherzogin Elisabeth“ aus Elsfleth und zahlreiche kleinere Schiffe. In Höhe des Containerterminals IV reihte sich die „Alexander von Humboldt“ in die Formation der Großsegler ein.

Begleitet von Wasserschutzpolizei und Ausflugsdampfern zogen die „Königinnen der Meere“ bei wechselhaftem Wetter an den winkenden Schaulustigen vorbei, steuerten auf Blexen Reede in den Weserbogen und drehten hier. So kamen auch zahlreiche Menschen auf der anderen Weserseite in den Genuss, einen Blick auf die majestätischen Schiffe zu werfen. Zurück nach Bremerhaven ging es schließlich gegen den Wind mit Schlepperhilfe, wieder vorbei am Weserdeich bis zur Nordschleuse. Die meisten Großsegler liegen im Neuen Hafen und bilden den maritimen Mittelpunkt dieser Sail. Nicht an der Parade teil nahm das wohl luxuriöseste Segelschiff. Die Dreimast-Bark „Sea-Cloud II“ blieb am Schlepperanlegeplatz zurück. Die „Sea-Cloud II“ erfüllt seit acht Jahren exklusive Reiseträume zahlungskräftiger Passagiere, meist in karibischen Breitengraden. Sie ist 117 Meter lang, 16 Meter breit und verfügt über einen Großmast, der vom Deck aus gemessen 60 Meter in den Himmel ragt. In 47 Kabinen finden 94 Passagiere Platz.

Wer gern selbst mitfahren möchte, hat während der Sail dazu jede Gelegenheit. Täglich werden den Besuchern Törns angeboten.

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Segelschiff aus Indonesien
Zum letzten Mal ist das indonesische Segelschulschiff „KRI Dewaruci“ in Bremerhaven. Die 1953 in Hamburg gebaute Stahl-Dreimastbarkentine kommt künftig nur noch in indonesischen Gewässern zum Einsatz. Besucher der Sail können dieses und zahlreiche andere Schiffe täglich besichtigen.

Den Rummel rund um die Sail beobachtet vom Alten Hafen aus eine „alte Lady“ mit gebotener Gelassenheit. Hier liegt die „Seute Deern“, was übersetzt so viel heißt wie „süßes Mädchen“. Sie hat sich richtig fein gemacht, obwohl „die Süße“ als Museumsschiff schon lange nicht mehr auf große Fahrt geht.






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