Baustaub weht bis Mittwoch weg
Einkaufscenter Schlosshöfe stehen nach dreieinhalb Jahren Arbeit vor Eröffnung
Eingang Mühlenstraße: Deutlich abgesetzt von den Einkaufsbereichen (gelbliche Fassade) sind die Teile der Schlosshöfe, die für Parkplätze reserviert sind (graue Fassade). BILD: Lukas Lehmann 
von Klaus Fricke Und Ascan Dieffenbach
Oldenburg - Staub fegt durchs Klamottengeschäft, im Eiscafé fehlen Sitzmöglichkeiten, über die Flure jagen Handwerker: Rund 600 Menschen sind derzeit täglich in den Schlosshöfen unterwegs. Nicht zum Bummeln, sondern dafür, dass ab dem 16. März andere durch das Einkaufscenter schlendern können.
Jaja, es ist so weit. Über dreieinhalb Jahre, nachdem am 14. Mai 2007 die Bagger anrückten, um den Hallenbad-Betonklotz vom Berliner Platz zu entfernen, ist die große Fläche am östlichen Rand der Innenstadt neu bebaut. Die Schlosshöfe, jüngstes Objekt der Hamburger Projektentwickler der ECE, sind bezugsfertig und harren der Kundschaft.
Dieses Gebäude, das die Oldenburger so lange beschäftigt hat, ist nach so langer Bauzeit für viele fast schon Normalität. Sogar zum Thema des 7. Oldenburger Bautages am Freitag in der Fachhochschule sind die Schlosshöfe geworden: Architekten, Ingenieure und andere Fachleute diskutierten deren Weg „Vom Entwurf zur Realisierung“.
Vom Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern des Projektes ist auf den Gängen derweil nichts zu sehen. Nach und nach richten sich diejenigen ein, die ihre Zukunft in den Schlosshöfen sehen.
Interview mit der Centerleiterin Kathrin Landsmann: "Keine Zeit für Nervosität"
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Alle Geschäftsräume wurden übergeben, und das Team von Centermanagerin Kathrin Landsmann hat nur noch Feinarbeiten vor sich: Fußboden und Spiegel der Rotunde in der Mitte des Komplexes müssen ebenso angebracht werden wie die Handläufe. Und dann ist eins angesagt: „Putzen, putzen putzen...“, fordert Kathrin Landsmann.
Praktisch, dass die zu putzende Fläche geringer ausfällt als vor Jahren geplant: 12 500 statt 15 000 Quadratmeter stehen als Verkaufsfläche für die 94 Geschäfte aller möglichen Branchen auf drei Ebenen zur Verfügung. Dazu gibt es eine helle Markthalle über alle Etagen sowie eine (im Mai eröffnende) Kulturlounge.
Und weil sich das Einkaufscenter mitten in der Innenstadt befindet, Parkplätze mithin rar sind, hat man aufs Dach der Schlosshöfe eine Parkpalette gesetzt. 430 Stellplätze sind dort auf mehreren Ebenen untergebracht.
Bis alles funktioniert in fünf Tagen, wird weiter fleißig gewerkelt – auch außen. Die Fenster werden geputzt, Handwerksfirmen kommen und gehen, und erste Firmenlogos hängen an der Fassade. Zum Beispiel das der Firma „1982“, das schon für Irritationen gesorgt hat, da sich die Zahl schließlich nicht mit dem Baujahr der Schlosshöfe deckt.
Das wird am 16. März ganz offiziell das Jahr 2011 sein.
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