Kultureller Durchblick aufs Schloss
Schlosshöfe Eröffnung der Kulturlounge für Anfang Juli geplant – Einrichtung war Auflage für Bau
Blick aufs Schloss: Elektriker Sven Schröder und Schlosshöfe-Mitarbeiterin Michaela Böttger auf der Baustelle der Kulturlounge. BILD: Torsten von Reeken 
von Thorsten Kuchta
Oldenburg - Die Kulturlounge in den Schlosshöfen, 2006 von der Politik als Auflage für die Baugenehmigung erfochten, wird Anfang Juli eröffnet. Das erfuhr die NWZ auf Anfrage bei der Schlosshöfe-Center-Managerin Kathrin Landsmann. Betreiber wird Innenstadtgastronom Jörn vom Bruch, der in Oldenburg unter anderem Loft, Amadeus und Kranich betreibt. „Wir bauen die Räumlichkeiten gerade um“, sagte vom Bruch am Dienstag der NWZ . Die ursprünglich für den Mai geplante Eröffnung habe sich auch aufgrund des Umfangs der Arbeiten verzögert.
Mit Restaurant-Etage
In der zu Poststraße und Schlossplatz gelegenen Südostecke des Einkaufszentrums wird die Kulturlounge über der Buchhandlung Thalia auf zwei Ebenen eröffnet. „Im unteren Teil werden wir ein Restaurant einrichten, im oberen Teil einen multifunktionalen Saal, in dem wir oder andere Veranstalter Kulturelles anbieten werden“, sagte vom Bruch. Hinzu komme eine 400 Quadratmeter große Dachterrasse. Die Kulturlounge wird für Besucher über drei Wege zu erreichen sein: Über eine Treppe von der Buchhandlung Thalia während deren Öffnungszeiten, via Treppe und Fahrstuhl vom Schlossplatz aus – und ebenso über das Parkhaus (Parkdeck 1). Landsmann dazu: „Wir halten das Parkdeck vor allem wegen der Kulturlounge in der Woche bis 1 Uhr und am Sonnabend bis 5 Uhr offen.“
FDP hakt nach
Die Verzögerung der Eröffnung hatte diese Woche auch die FDP beschäftigt. Die Fraktion sei darüber „irritiert, dass einer der wesentlichen Bausteine des Schlosshöfe noch nicht realisiert worden ist.“ Da die Lounge von der Stadt „gegenüber ECE als wesentlicher Vertragsbestandteil durchgesetzt worden ist“, soll sich nun der Kulturausschuss am 21. Juni nochmals damit beschäftigen. Fraktionsvorsitzender Hans-Richard Schwartz konstatierte: „Um dieses Vorhaben ist es überraschend still geworden.“
Bislang war öffentlich nicht genau erklärt worden, wie die Kulturlounge betrieben werden soll. ECE-Projektentwickler Jan Röttgers hatte Ende 2009 nur zweierlei gesagt: Man wolle nicht in Konkurrenz zu anderen Kultureinrichtungen der Stadt treten – und die Lounge sei nicht wirtschaftlich zu betreiben. Möglich, dass sich das mit der Einbeziehung des Restaurant-Konzepts nun anders darstellt. ECE sieht die Lounge nach Röttgers Worten als „Teil des Marketinginstruments der Ladenstraße der Schlosshöfe“.
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