Politik:
Eine Wahl und zahlreiche Fragen

Klasse 9c der Realschule an der Holbeinstraße organisiert Urnengang für ihre Mitschüler

Bei der Schülerwahl können die Jugendlichen probeweise ihre Stimmen abgeben. Sie lernen so politische Abläufe kennen.

Delmenhorst Welche Aufgaben hat der Wahlleiter? Wo sollen wir die Wahlkabinen aufstellen? Wenn es um die Schülerwahl geht, hat die Klasse 9c der Realschule an der Holbeinstraße noch viele Fragen. Aufgeregt diskutieren sie, wer Wahlhelfer werden darf und wie die Ankündigung auf Plakate gebracht wird.

Am Freitag, 30. August, ist es soweit: Dann dürfen die achten Klassen im Rahmen der NWZ -Aktion „Schüler wählen“ und der bundesweiten „Juniorwahl“ ihre Stimmen für den Bundestag abgeben – zumindest symbolisch.

Ziel ist es, dass die jungen Menschen mit der Wahl und Politik in Berührung kommen und wissen, wie die Abläufe funktionieren. Denn so sind sie gerüstet, wenn sie dann, volljährig, an die richtigen Wahlurnen gehen und ihre Stimme abgeben können. Zur Vorbereitung erhalten die Schüler auch NWZ -Projektabos, die von der LzO finanziert werden. So können sich die Teilnehmer über den Wahlkampf und die Kandidaten informieren.

Damit an der Realschule an der Holbeinstraße alle wählen können, ist die Klasse 9c im Einsatz. Mit ihrem Lehrer Nils Korsten organisieren die Schüler alles für die beiden Wahlgänge am Freitag und knapp eine Woche später am 5. September, wenn die neunten und zehnten Klassen ihre Stimmen abgeben sollen.

Seit Beginn des Schuljahres ist die 9c mit den Vorbereitungen beschäftigt. Melissa Karrasch ist als Schriftführerin bei der Schülerwahl verantwortlich, dass alle Wähler ordnungsgemäß protokolliert werden. „Es macht Spaß, wenn ich dann da sitze und die Schüler alle zur Wahl kommen sehe“, sagt die 16-Jährige. Für sie ist es wie eine „echte Wahl“, auch wenn sie genau weiß, dass die Abstimmung keine politische Auswirkung haben wird. „Aber so lernen wir den Ablauf kennen“, sagt Melissa.

Auch Fabian Kramer engagiert sich gern für seine Mitschüler. Er wird der Wahlvorsteher sein. Allgemein sieht er sich schon als politisch interessiert.

Doch bei einer richtigen Wahl würde er sich vorher „erstmal mit den einzelnen Parteien auseinandersetzen“ und sich in Zeitung und Internet über deren Positionen informieren. Insgesamt sechs Schüler werden als Wahlvorstand dafür sorgen, dass alle ihre Stimme abgeben können. Doch mitgeholfen hat die ganze Klasse.

Auf den Gängen hängen bereits die ersten Plakate. Sie kündigen den ersten Wahltermin an. Bis zum 7. September können bei der Aktion der NWZ  Jugendliche wählen.

Wenn Angelina Imilkowski schon wählen dürfte, wüsste sie genau, wo sie ihr Kreuz machen würde: „Ich würde die Piratenpartei wählen“, verrät die 15-Jährige. Sie hat bereits vergangenes Jahr bei der Schülerwahl mitgeholfen und ist politisch sehr interessiert. Über alle Parteien hat sie sich vorher informiert – so kann sie guten Gewissens zur (Schüler-)Wahl gehen – am 5. September in ihrer Schule.


Ein Spezial unter
  www.nwzonline.de/schuelerwahl 

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Bei der Schülerwahl können die Jugendlichen probeweise ihre Stimmen abgeben. Sie lernen so politische Abläufe kennen.
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29.08.2013
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