Bildung:
Wie Informatik im Alltag hilft

Schulen in Vechta und Oldenburg für Computer-Unterricht ausgezeichnet

Die Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten zahlt 15 000 Euro Preisgeld. Die Ehrung fand am Montag in Oldenburg statt.

Oldenburg/Vechta Computer bedienen können viele – Computer verstehen zu wenig. Um diese Situation zu verbessern, hat die Metallindustrie im Nordwesten einen Preis für Schulen ausgelobt, die sich durch ein besonderes Unterrichtsangebot in Informatik hervortun.

Mit 10 000 Euro wurde am Montag die Liebfrauenschule Vechta im Rahmen des Wettbewerbs „Informatik an Schulen“ während einer Feierstunde im Oldenburger Kulturzentrum PFL ausgezeichnet. Der mit 5000 Euro dotierte zweite Preis ging an das Herbartgymnasium Oldenburg.

Die Preise übergaben Michael Waskönig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten, und die Oldenburger Professorin Dr. Ira Diethelm. Beide unterstrichen, dass es zurzeit noch zu wenig Unterricht auf diesem Gebiet gebe. Deshalb solle die Preisverleihung auch ein Ansporn für weitere Schulen sein, sich auf den Weg zu machen. Waskönig: „Wir hoffen auf einen Nachahmungseffekt.“

Waskönig bedauerte, dass es noch kein bundeseinheitliches Konzept für dieses bedeutende Thema gebe. Informatikunterricht sei deshalb so wichtig, weil er dabei helfe, die vielen computergesteuerten Geräte des Alltags nicht nur zu bedienen, sondern auch zu verstehen. Das betonte auch Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath, der auf den krassen Widerspruch zwischen der Bedeutung der Informatik einerseits und der schulpolitischen Realität andererseits hinwies.

Ein behutsam positives Zeichen sei es, dass die Zahl der Schulen, die sich für den Wettbewerb interessierten, kontinuierlich steige. Darauf verwies Jürgen Lehmann von der Metallstiftung.

Die Stiftung wurde 2007 gegründet. Stiftungszweck ist die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie von Kunst, Kultur und sozialen Maßnahmen im Nordwesten. Seit inzwischen vier Jahren wird der Förderpreis „Ökonomie und Informatik in Schulen“ jährlich abwechselnd für Ökonomie und Informatik verliehen.

Schulen, die möglicherweise Informatik-Unterricht anbieten wollen, können durch die Universität Oldenburg unterstützt werden. Auf der Internetseite „www.ddi.uni-oldenburg.de“ gibt es unter der Rubrik „Für Lehrkräfte“ weitergehende Informationen.

Leserkommentare

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  manuellitsch 05.03.2013, 17:42:58
Die Förderung der jungen Generation durch die Metallindustrie ist sicher löblich. Mindestens genauso wichtig finde ich es, ältere Menschen an neue Technologien heranzuführen. Die sogenannte Sandwich-Generation wurde in der Berufsausbildung oder während des Studiums nicht oder nur unzureichend auf die Anforderungen der heutigen EDV vorbereit. Jetzt sollen wir bis 67 ackern! Professionelle Kurse wie hier bei Macromedia in Osnabrück ( http://www.macromedia-firmenseminare.de/standorte/anfahrt-osnabrueck.html) sind für den Privatmann viel zu teuer. Da die Unternehmen rein am Profit interessiert sind, fallen gerade die geringqualifizierten und wenig verdienenden Berufsgruppen durchs Raster. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Weiterbildung für die nicht mehr ganz so jungen Arbeitnhemer stärker zu fördern.

Über den Autor

Jürgen Westerhoff

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