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Top-Duell in Leverkusen :
Hannover sucht den Hoffnungsschimmer

Hannover Erst ein Tor in der Rückrunde, sieben Niederlagen in Folge und laut Statistik schon mit anderthalb Beinen in der 2. Liga: Hannover 96 sehnt sich nach einem Funken Hoffnung, einem Mutmacher, einem Befreiungsschlag. Das Team von Thomas Schaaf muss gegen den FC Augsburg ohne Wenn und Aber gewinnen. Sonst drohen die Lichter schon früh auszugehen.

„Solange wir es selbst noch in der Hand haben, müssen wir jede Chance nutzen, die sich uns bietet. Das gilt für Sonntag und jede weitere Partie“, sagte Schaaf vor dem Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky). Nach 21 Spieltagen haben die Niedersachsen bereits 15 Niederlagen kassiert und nur 14 Punkte auf dem Konto. Aus einer derart misslichen Lage schwang sich noch nie ein Klub zur Rettung auf.

Schaaf predigt weiter den Glauben an den Klassenerhalt. „Wir haben Engagement, Bereitschaft, Geschlossenheit und Einsatz gezeigt, wie wir es immer erleben möchten“, sagte der erfahrene Coach im Rückblick auf die knappe 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund vom vergangenen Wochenende. Und auch die mögliche Rückkehr eines lange vermissten Kreativspielers macht Schaaf Mut.

Hiroshi Kiyotake, in der Hinrunde mit drei Toren und vier Vorlagen in nur neun Spielen der beste 96-Scorer, kehrt nach langer Zwangspause zurück. „Dass er nach drei Monaten noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein kann, ist ja klar“, sagte Sportchef Martin Bader: „Aber wir denken schon, dass er wieder ein wichtiger Bestandteil unseres Spiels sein wird.“

Doch auch Augsburg wird alles daran setzen, den Abstand zu den 96ern mindestens bei sieben Punkten zu halten. „Wir wissen, was wichtig ist. Und die Bundesliga ist für uns das Wichtigste“, sagte Trainer Markus Weinzierl nach dem achtbaren 0:0 in der Europa League gegen den FC Liverpool. Um für Hannover gerüstet zu sein, hatte er in seiner Startelf sechs Änderungen im Vergleich zum Liga-Derby gegen Bayern München (1:3) vorgenommen. „Klar“ habe man mit Blick auf Sonntag rotiert, sagte Weinzierl.

Der Kräfteverschleiß durch die Europapokal-Einsätze könnte auch das Topspiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund maßgeblich beeinflussen. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich regenerieren und dann am Sonntag gegen Dortmund wieder alles geben und drei Punkte holen“, sagte Nationalspieler Karim Bellarabi, der Leverkusen mit seinem Treffer im Europa-League-Hinspiel bei Sporting Lissabon (1:0) den Weg ins Achtelfinale geebnet hatte.

„Das wird das nächste knackige Spiel für uns“, sagte Dortmunds Weltmeister Mats Hummels: „Wir wissen, was da auf uns zukommt.“ Der BVB, der den FC Porto beim 2:0 klar beherrschte, will nicht nur den Vorsprung auf Leverkusen von derzeit 13 Zählern wahren, sondern nach Möglichkeit auch Boden auf Spitzenreiter Bayern München gut machen.

Etwas kleinere Ziele steckt sich Schalke 04, das beim 0:0 bei Schachtjor Donezk eine noch bessere Ausgangsposition fürs Rückspiel vergab. Gegen den enorm formstarken VfB Stuttgart (17.30 Uhr/Sky) strebt das Team von Trainer André Breitenreiter, das auf den erkrankten Max Meyer verzichten muss, den Sprung auf einen Champions-League-Platz an.

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