Fall Sv Wilhelmshaven:
Jetzt prüft der BGH den Zwangsabstieg

Im jahrelangen Rechtsstreit ging es um eine verweigerte Ausbildungszahlung des SV Wilhelmshaven. Als Strafe musste der Regionalligaclub zwangsabsteigen. Nun wehrt sich der Norddeutsche Fußballverband gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Bremen.

Karlsruhe Der Zwangsabstieg des Ex-Regionalligaclubs SV Wilhelmshaven beschäftigt im Sommer den Bundesgerichtshof (BGH). Die Verhandlung in Karlsruhe ist für den 5. Juli angesetzt. Ein Urteil ist am selben Tag möglich, kann aber auch erst später verkündet werden. (Az. II ZR 25/15)

In dem jahrelangen Rechtsstreit wehrt sich nun der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Bremen. Die Bremer Richter hatten den im Auftrag des Weltverbandes FIFA verhängten Zwangsabstieg aus der Regionalliga Nord zum Ende der Spielzeit 2013/14 für unwirksam erklärt. Außerdem kamen sie in ihrem Urteil von Ende 2014 zu dem Schluss, dass maßgebliche FIFA-Regeln zur Ausbildungsentschädigung gegen europäisches Recht verstoßen.

Zuvor war der SVW mit seiner Klage gegen die Maßnahme bei allen Sportgerichts-Instanzen und auch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS gescheitert. Der Amateurclub weigert sich, für seinen ehemaligen Spieler Sergio Sagarzazu Ausbildungsentschädigungen in Höhe von 157 500 Euro an zwei Vereine aus Argentinien zu zahlen. Der Argentinier mit italienischem Pass war im Sommer 2007 nach Wilhelmshaven gekommen, der SVW spielt derzeit in der Landesliga Weser-Ems.

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Fall Sv Wilhelmshaven
Jetzt prüft der BGH den Zwangsabstieg
Im jahrelangen Rechtsstreit ging es um eine verweigerte Ausbildungszahlung des SV Wilhelmshaven. Als Strafe musste der Regionalligaclub zwangsabsteigen. Nun wehrt sich der Norddeutsche Fußballverband gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Bremen.
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30.03.2016
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