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Schrauber mit besonderem Stil

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Schrauber mit besonderem Stil

BOCKHORN „Reich’ mir den Vierzehner, wo ist die Verlängerung, such’ die Zündkerzen“: Alles hört sich an wie in jeder Motorrad-Werkstatt, wenn sich Schrauber zusammentun, um gemeinsam zu werkeln. Im Zentrum des Geschehens steht tatsächlich ein Motorrad, nur unterscheidet es sich kolossal von allen anderen Zweirädern, denn es hat eben nur – ein Rad. Und das ist der Endzustand des Fahrgeräts. „Unicycle“ ist das Stichwort, und die da schrauben, sind die „Friesenfighter“ aus Bockhorn-Grabstede.

Sie schrauben nicht nur, sie fahren Rennen mit ihrem „Monster“, sehr erfolgreich sogar, Kai Weerts, 21jähriger Airbus-Elektriker, ist seines Zeichens Europa- und Weltmeister. Gerade kommen sie von der WM in der Schweiz zurück, zur Titelverteidigung hat es nicht ganz gereicht. Dabei ist auch immer Andreas Pantke aus Herrenhausen im Ammerland, er hat schon viele Meistertitel und Podestplätze mit seinem „Mini-Monster“ geholt.

Erfunden hat die ganze Geschichte Anfang der 90er Jahre „Sidecar-Willi“ in den USA. Die Bewegung nahm rasch Fahrt auf, Arndt Weerts las davon in einer Moped-Zeitung und war sofort begeistert. Mit Kumpels wie Uwe Oltmanns, Norbert Gilbers, Dennis Brunner und Timo Schlär wurde die Sache von Grund auf angegangen, 1997 organisierten sie das erste deutsche Unicycle-Rennen in Grabstede im Landkreis Friesland.

Arndt Weerts lehnt sich zurück, mit fast liebevollem Blick mustert er den 135 PS starken Motor. Weerts, 45, von Beruf Industriemeister Elektrotechnik, ist absoluter Kawasaki-Fan, und natürlich musste es für das „Monster“ auch ein Kawasaki-Z-1000-Motor sein. Am Anfang wurde damit ein Gummireifen angetrieben, doch dann kam Andreas Pantke ins Spiel, den alle in der Szene nur „Panne“ nennen. „Das können wir auch aus Holz machen“, lautete seine Idee. Der 44jährige Dreher zog sich in seine eigene Werkstatt zurück und brachte es tatsächlich fertig, eine Felge aus Holz zu drechseln. Mit mächtigen Schaufeln, denn es kommt auf Grip an beim Einrad-Motorrad.

„Adrenalin pur“

Das Rennen besteht darin, die klassischen 100 Fuß, exakt 30,48 Meter, in möglichst schneller Zeit zu bewältigen. Die Kunst dabei: „Die vorderen Kufen, die da sind, wo sonst das zweite Rad ist, dürfen nicht die Erde berühren. Dann ist der Lauf zu Ende. Es ist wie ein Willi mit dem Motorrad“, erklärt Arndt Weerts. Die Zeiten der besten Fahrer liegen eng beieinander, beim jüngsten „Eagle-Cup“, dem größten deutschen Ereignis dieser Art, schaffte Kai Weerts die Strecke in 2,56 Sekunden. Dabei kauert er über dem brüllenden Motor, bis zu 70 km/h schnell sind die Unicycle: „Man merkt beim Fahren gar nicht, was für eine Zeit herauskommt. Das ist echt spannend, wenn man im Ziel das Ergebnis hört.“ Arndt Weerts, der Vater, ist früher selber gefahren: „Erstaunlich, was einem in 2,5 Sekunden alles durch den Kopf geht. Adrenalin pur kommt am Ende, wenn man die Kiste wieder zum Stehen bringen muss.“

35 000 Zuschauer

Das „Monster“ findet gerade einen Nachfolger, es taucht in den internationalen Starterlisten mit dem Namen „Friesisch-Herb“ auf. Da freut sich der Sponsor aus Jever, der die Rennfamilie seit kurzem unterstützt. Früher war die Unicycle-Gemeinde eine kleine, verschworene Truppe. 1999 durften die „Friesenfighter“ bei der „German-Bike-Week“ ihre Fahrtechnik vorführen, in der Szene wurde nach einem Gegner gesucht, es fand sich Phillip Beer mit seiner „hessischen Kampfsau“.

Er hat gerade die aktuelle WM gewonnen. Da waren es schon zwei, dann kamen Schweizer Teams hinzu, und bei der Weltmeisterschaft im Sumiswald im Emmental waren jetzt 72 Mannschaften dabei, aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Polen und aus Russland.

Für das neue Unicycle hat „Panne“ wieder die Holzfelge angefertigt. „Früher“, so erzählt Arndt Weerts, „haben wir so etwas wie Drugster-Rennen für Arme organisiert.“ Das sei heute nicht mehr so, die Technik werde verfeinert, ständig wird gebastelt und verbessert. „Jetzt haben wir sogar verstellbare Hinterradschwingen. So können wir uns besser den Bodenverhältnissen anpassen.“

Harte Jungs, die „Friesenfighter“: Natürlich gehören die Partys bei den Renntagen zum großen Vergnügen dazu. Da nimmt man gern zwölf Stunden Anreisezeit bis in die Schweiz in Kauf. Doch das größte Ereignis war für Arndt Weerts und seine Freunde „Werner das Rennen“. Rund 35 000 Zuschauer waren da. Die „Friesenfighter“ wollten auch nachts ihre „Monster“ nicht im Stich lassen, also durften sie ausnahmsweise im Innenfeld campen. Direkt neben Rötger „Brösel“ Feldmann, dem Erfinder der Comicfigur Werner. „Brösel“ war auch schwer angetan von den Ein-Rad-Spezialisten aus Friesland.

Wer Lust hat, selbst Unicycle live zu erleben, hat dazu bei der „Crash & Race Party“ am 25. August in Grabstede (Anfahrt über die L 815 zwischen Neuenburg und Westerstede). Einlass auch ins Fahrerlager ist ab 14 Uhr, abends gibt es Live-Musik mit Ohrenfeindt, The Hotdogs und Blue Tales.

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