Nordmetall-Cup In Wilhelmshaven:
Wo Schüler begeistert Vollgas geben

150 Schüler schickten ihre Modellautos ins Rennen – von ihnen selbst geplant und gebaut. Teams aus einer bestimmten Stadt hatten besonders schnelle Autos.

Wilhelmshaven Diese Formel-1-Wagen sind kaum größer als ein Smartphone, aber sie erreichen Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern. Und das Beste: Sie sind selbst gebaut! Über 150 Schüler aus ganz Niedersachsen haben monatelang gezeichnet, gefräst und gefertigt, um beim Rennen um den Nordmetall-Cup unter dem Motto „Formel 1 in der Schule“ gegeneinander antreten zu können.

Erstmals fand das Landesfinale in der Jade-Hochschule Wilhelmshaven statt. Zwei Tage lang maßen sich die Schüler in 34 Teams – um am Ende herauszufinden, dass Oldeuburger Autos besonders schnell sind: So siegte bei den Über-14-Jährigen die Mannschaft „HTM-Racing“ vom Gymnasium Eversten.

Professor Dr. Uwe Weithöner, Vizepräsident der Jade-Hochschule und Vorsitzender des Trägervereins des Lernorts Technik und Natur e.V. in Wilhelmshaven, freute sich, die Landesmeisterschaft des seit 2005 in Deutschland ausgetragenen Cups ausrichten zu können. Zur Preisverleihung war Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) erschienen.

In Wilhelmshaven und der Region gebe es ein starkes Cluster an Schulen, die besonderen Wert auf den Bereich Technik legten, sagte Per Thieme. Er ist als Lehrer für Physik und Technik Geschäftsführer des Lernorts. Die benötigte Ausrüstung zur Erstellung der Rennwagen sei sehr aufwändig. Am Lernort seien CAD-Fräse, 3D-Drucker und sogar die 25 Meter lange Rennstrecke vorhanden.

Die Teilnehmer des Landesfinales waren zwischen 11 und 19 Jahre alt, wobei 14 Jahre die Grenze zwischen den Altersklassen war. Minister Olaf Lies lobte: „Wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler auf den Wettbewerb vorbereitet haben, ihre Rennwagen entwickelt, Sponsoren gesucht und die Teamstände designt haben, ist wirklich beeindruckend.“ Die Leistung nannte er „großartig“.

Die Sieger der Landesmeisterschaft fahren im April zur deutschen Meisterschaft nach Potsdam, deren Sieger wiederum nehmen an der Weltmeisterschaft in Austin, USA, teil.

Die Nordmetall-Stiftung, vor zwölf Jahren gegründet vom gleichnamigen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, will mit dem Wettbewerb mehr Schüler und Schülerinnen für Industrieberufe interessieren.

Leserkommentare

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  nwzbert2 22.02.2016, 08:16:50
Schade, daß der Autor nicht das Team Emerald des GEO erwähnt. Dieses Team, welches das erste Mal teilnahm (Gruppe 11 - 14 Jahre), hatte das schnellste Auto aller 34 Teams.

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