OLDENBURG, 9. April 2011


Eine Stadt steht hinter ihrem Verein

Sportlerwahl Handballerinnen des VfL Oldenburg besonders im Fokus – Triathlet siegt bei Männern


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Strahlender Sieger: Tammo König (links) freute sich gemeinsam mit dem Zweitplatzierten, Basketballer Daniel Hain, über die Auszeichnung. BILD: Lehmann  Bild vergrößern

Die 160 Gäste im Theater Laboratorium drückten die Daumen für den Bundesligaverbleib des VfL. Das neue Konzept der Sport-Gala kam bei allen sehr gut an.

von Henning Busch Und Oliver Bloch

Oldenburg - Viel Gespür haben die Leserinnen und Leser der NWZ bei der Stimmenabgabe zur Wahl der „Oldenburger Sportler des Jahres 2010“ bewiesen. Bei zwei von fünf Entscheidungen kürten sie die Aktiven des VfL Oldenburg zum Sieger: Die Bundesliga-Handballerinnen gewannen die Mannschaftswertung, ihre Kreisläuferin Wiebke Kethorn verteidigte ihren Einzeltitel als Sportlerin des Jahres.

Doch nicht nur dadurch geriet die Sport-Gala am Donnerstagabend zu einer großen Solidaritätsbekundung für den Verein in schwieriger Zeit. „Ganz Oldenburg hofft, dass Sie trotz der Krise Ihres Hauptsponsors Beluga die Bundesliga halten können“, drückte Bürgermeisterin Rita Schilling den Handballerinnen im Auftrag der Stadt die Daumen.

Die Spielerinnen betrieben zudem durch ihr sympathisches Auftreten auf und neben der Bühne Werbung in eigener Sache. „Wir wollen alle gerne weiterhin beim VfL spielen“, rief Kethorn einen Tag nach dem Erreichen des Playoff-Halbfinales in die Runde.

Dafür erntete sie großen Beifall der 160 geladenen Gäste, die sich durchweg positiv über das neue Konzept der Sport-Gala äußerten. Die 20. Auflage, zu der Stadtsportbund und NWZ  auch viele ehemalige Gewinner eingeladen hatten, fand erstmals im Theater Laboratorium statt. Im schmucken Ambiente des Figurentheaters trafen somit viele Ex-Oldenburger auf einstige Weggefährten. Dabei ergaben sich im Foyer viele lockere Gespräche bis in die späten Abendstunden hinein.

Tanzlehrer Ralf Beyer und NWZ -Sportchef Otto-Ulrich Bals führten als Moderatoren-Duo locker durch die zweistündige Zeremonie zu Ehren der erfolgreichsten Sportler des Vorjahres. „Mir hat das sehr viel Spaß gemacht“, resümierte Beyer, der wie in den Vorjahren auch zum Organisationsteam zählte. Am Ende waren sich Sportler, Funktionäre und Veranstalter einig: „Dieser Rahmen dient nun als Konzept für die Zukunft“, betonte NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim.

Mitten im Geschehen machte Triathlet Tammo König doch noch ein kleines – logistisches – Problem aus. Auf seinem Hollandrad war der Oldenburger Ausdauersportler vom 1. TCO „Die Bären“ zur Ehrung gekommen. Als frisch gekürter Sportler des Jahres rätselte er dann aber, wie er Blumen, Urkunde und Pokal sicher nach Hause transportieren sollte. „Aber das werde ich schon irgendwie schaffen“, blieb er gelassen. „Ein Hollandrad ist ja keine Rennmaschine.“

Im Ruderboot schuf hingegen der Nachwuchssportler des Jahres die Basis für seinen Erfolg. Tobias Hinrichs vom Oldenburger Ruderverein gewann die Wahl bei der männlichen Jugend. Bei den jungen Frauen siegte Hochspringerin Lisa Schröder vom OTB. Doch nicht nur die Gewinner, sondern auch die Zweitplatzierten und weiteren Nominierten genossen den Abend und ließen ihn im Laboratoriums-Foyer entspannt ausklingen .

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