Talente steuern auf Erfolgskurs
Sportlerwahl Florentine Baron und Lisa Schröder träumen von Olympia-Start
von Heinz Arndt Und Jan Zur Brügge
Oldenburg - Einerseits Schlag auf Schlag, andererseits immer höher hinaus geht es in ihrer jeweiligen Disziplin für die beiden Nachwuchssportlerinnen, die an diesem Mittwoch im Rahmen der Wahl der Oldenburger „Sportler des Jahres 2011“ als erstes vorgestellt werden. Ruderin Florentine Baron und Leichtathletin Lisa Schröder haben in den vergangenen zwölf Monaten mächtig Werbung in eigener Sache betrieben und sich mit starken Leistungen für die Nominierung empfohlen.
Immer neue Höhenflüge
„Ich habe mit fünf Jahren mit der Leichtathletik begonnen und trainiere hauptsächlich Mehrkampf-orientiert. Momentan zeige ich, dass Hochsprung meine Spezialdisziplin ist“, erklärt Lisa Schröder, die schon vor einem Jahr zur Nachwuchssportlerin des Jahres gewählt worden war, aber zielstrebig weitere Höhenflüge folgen ließ.
So verteidigte die 15-Jährige bei der Landesmeisterschaft ihren Hochsprung-Titel und wurde Zweite bei den norddeutschen Titelkämpfen. Zudem verbuchte sie bei den Schülerinnen W 15 im Sieben- und Vierkampf sowie Weitsprung auf Landesebene Rang drei und holte im Hochsprung der weiblichen Jugend B ebenfalls Bronze.
Wie in den drei vorherigen Jahren belegte die OTBerin, die zum Jahresende ihren persönlichen Rekord auf 1,70 Meter schraubte, in den niedersächsischen Bestenlisten den ersten Platz im Hochsprung und schaffte den Sprung in den Landeskader. „Langfristig ist mein Ziel, weiter die Norm zu erfüllen und so die Möglichkeit zu bekommen, in die Sportfördergruppe der Bundespolizei zu gelangen“, erklärt Lisa Schröder: „So kann ich dann Sport und Beruf miteinander verbinden und vielleicht sogar meinen Traum erfüllen und 2016 in Rio de Janeiro an den Olympischen Spielen teilnehmen.“
Hohe Schlagzahl
Die Olympia-Teilnahme hat sich auch Ruderin Florentine Baron als großes Ziel gesetzt. 2012 will sie auf jeden Fall ihr Können bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Bulgarien zeigen. Die 17-jährige Schülerin zählt zu den größten Hoffnungen in den Reihen des Oldenburger Rudervereins und des Regattaverbands Ems-Jade-Weser Team Nord-West. Unter der Leitung von Trainer Steffen Oldewurtel hat sie sich mit viel Trainingsfleiß stetig weiter entwickelt.
Die vielseitige Sportlerin, die zunächst im Turnen und Tennis aktiv war, wechselte 2006 zum Rudern und verbuchte gerade in 2011 viele bemerkenswerte Erfolge. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften holte sie Gold mit dem U-19-Achter, bei den Deutschen Sprintmeisterschaften sicherte sie sich Gold mit dem Juniorinnen-Doppelvierer und landete mit dem Mixed-Doppelvierer ganz oben auf dem Podium. Zudem gewann sie bei den Landesmeisterschaften vier Goldmedaillen in unterschiedlichen Booten und wurde einmal Norddeutsche Meisterin.
Wenn Florentine Baron wie auch Lisa Schröder weiterhin mit so großer Schlagzahl zu Werke gehen, sollte der Olympia-Traum in nicht allzu ferner Zukunft wahr werden.
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