Nachwuchstalente setzen zu Höhenflug an
Sportlerwahl Carlotta Amedick, Fenja Feist und Marie-Anna Dunkhase verdienen sich Nominierung
von Heinz Arndt Und Jan Zur Brügge
Oldenburg - Den Sprung in die Spitzenklasse geschafft und sich verdammt vielseitig präsentiert haben die drei Talente, die an diesem Mittwoch im Rahmen der Wahl der Oldenburger „Sportler des Jahres 2011“ vorgestellt werden. Die Trampolinturnerinnen Fenja Feist und Carlotta Amedick haben wie Leichtathletin Marie-Anna Dunkhase im vergangenen Jahr nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht und sich die Nominierung in der Kategorie Nachwuchssportlerin absolut verdient.
Ganz groß auf Mini-Tramp
„Ich habe schon immer im Wohnzimmer geturnt, also haben meine Eltern mich mit sechs Jahren bei der Turnkooperation Oldenburg angemeldet“, erzählt Fenja Feist, die zwei Jahre später durch eine Nachbarin auf die Idee kam, aufs Trampolin zu steigen, und beim JC Achternmeer-Hundsmühlen schnell Gefallen an dem Sport fand.
Schon 2008 wurde die heute 14-Jährige in den Landeskader aufgenommen, wechselte zu GVO und trainiert seitdem zweimal pro Woche beim TuS Aschendorf. Am Landesstützpunkt lernte sie das Doppel-Mini-Trampolin kennen. „Das Sprungtuch ist 92 Zentimeter breit und 292 Zentimeter lang – es hat mir von Anfang an viel Spaß gemacht“, erklärt Fenja Feist, die auf diesem Gerät 2011 Einzel-Landesmeisterin und DM-Mannschaftszweite wurde. Hinzu kamen Siege bei den Landesaltersgruppenwettkämpfen im Einzel sowie bei Landesmeisterschaften im Synchron und mit dem Team.
„Auf dem Doppel-Mini-Trampolin bin ich in der Lage, sehr hohe Haltungsnoten zu erzielen“, erklärt die Schülerin, die 2011 mehrfach die Höchstnote 10,0 erreichte und als Zukunftsziele die Teilnahme am „Feuerwerk der Turnkunst“ und die Qualifikation für Jugend-Welt- und Europameisterschaften angibt.
Sprung in Bundeskader
Jeweils den Sprung ins Finale der Deutschen Meisterschaften 2012 und des Frivolten-Cups in Schweden hat sich Carlotta Amedick vom TuS Bloherfelde zum Ziel gesetzt, die im vergangenen Jahr zunächst in den Landes- und dann auch in den Bundeskader berufen wurde. Das Niedersachsenteam führte die Elfjährige beim Deutschlandpokal zum Sieg. Zudem triumphierte sie bei den internationalen Wettkämpfen um den Kiepenkerl-Cup in Nottuln und den Lok-Cup in Zwickau und landete beim Ostseepokal im Einzel auf Rang zwei sowie im Synchron mit Partnerin Svenja Karsten (Salzgitter) auf Rang drei.
Nicht zuletzt erarbeitete sich die Gymnasiastin, die 2007 zum Trampolinturnen kam und ein Jahr später ihren ersten Wettkampf absolvierte, bei Landesaltersgruppenwettkampf und Landesmeisterschaft Rang eins. Dazu kamen Titel im Einzel und mit dem Team des TSV Ganderkesee auf Bezirksebene.
Rekordjagd
In fast jeder Disziplin stellte Mehrkämpferin Marie-Anna Dunkhase 2011 eine neue persönliche Bestleistung auf. Bei der Deutschen Meisterschaft in Cottbus arbeitete sie sich im Siebenkampf – unter den 45 Teilnehmern auf dem 34. Rang gestartet – bis auf den Podestplatz acht nach vorne. „Trotz hitzigem Wetter und lang hingezogenem Zeitplan“, blickt die 15-Jährige zurück, deren Vielseitigkeit die breit gefächerten Erfolge auf Landesebene unterstreichen.
Die Gymnasiastin wurde 2011 nicht nur Landesmeisterin im Sieben- und im Vierkampf sowie mit der 4 x 100-Meter-Staffel, sondern landete auch im Dreisprung (2. Platz), über 80 Meter Hürden (3.) und 100 Meter (4.) sowie im Weitsprung (4.) und Diskuswurf (5.) ganz weit vorne.
Die Grundlagen der Leichtathletik lernte die Ammerländerin, die auch zahlreiche große Erfolge im Friesensport vorzuweisen hat, ab einem Alter von fünf Jahren beim VfL Rastede. „2008 wechselte ich wegen des Wunsches nach mehr Förderung und besseren Trainingsbedingungen zum DSC Oldenburg“, erklärt die Mehrkämpferin, die 2009/10 ins leistungsorientierte Mehrkampf-Training bei Stephan Böckmann einstieg.
Seit Mitte 2011 gehört die 15-Jährige dem Landeskader im Bereich Weit-/Dreisprung an: „Ich möchte meine Leistungen stetig steigern, neue Bestleistungen in allen Disziplinen aufstellen, in meiner Altersklasse immer vorne dabei sein – national und auch international“, sagt sie und ergänzt: „Und mir die Freude am Sport bewahren.“
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