Sportlerinnen beweisen sich auf Spitzenniveau
Sportlerwahl Schwimmerin Nicole Hiermayr und Sprinterin Ruth Spelmeyer holen Edelmetall auf nationaler Ebene
von Heinz Arndt Und Jan Zur Brügge
Oldenburg - Nicht aus der Bahn zu werfen waren Nicole Hiermayr und Ruth Spelmeyer 2011 beim Arbeiten für das Erreichen ihrer sportlichen Ziele. Die Schwimmerin des Polizei SV und die Leichtathletin des VfL Oldenburg verdienten sich mit Erfolgen auf Bundesebene die Nominierung für die Wahl der Oldenburger „Sportler des Jahres 2011“ in der Kategorie Sportlerinnen und schuften weiter hart für große Triumphe.
„Ich habe mir vorgenommen, trotz des zeitaufwendigen Studiums an der Deutschen Sporthochschule in Köln weiter viel zu trainieren, um erfolgreich an nationalen Meisterschaften teilzunehmen“, sagt Hiermayr, die 2011 bei den Masters unter anderem vier DM-Titel in der offenen Klasse und einen weiteren in ihrer Altersklasse verbuchte.
Trotz Abiturstress absolvierte die 20-Jährige Anfang 2011 den Sporteignungstest in Köln, „um den Traum vom Sportstudium an der einzigen deutschen Sportuniversität verwirklichen zu können“. Die Schwimmerin bestand ohne Defizit und studiert nun seit Oktober „Sport und Leistung“, „um später als Sportwissenschaftlerin in der Forschung tätig zu sein“.
Zum Ziel gesetzt hat sich die 20-Jährige auch die nochmalige Teilnahme nach dem Start 2010 in Berlin an einem Weltcup. „Ab dem 25. Lebensjahr darf ich dann auch an den Europa- und Weltmeisterschaften der Masters teilnehmen – dafür werde ich auf jeden Fall weiter hart trainieren“, kündigt Hiermayr an.
„Die Teilnahme an Olympischen Spielen“, sagt derweil Ruth Spelmeyer, die 2004 mit leistungsorientiertem Training begonnen hatte und seitdem kontinuierlich Intensität und Leistungsorientierung steigert, kurz und knapp zu ihren sportlichen Zielen.
Es wäre die Krönung einer steilen Karriere, in der sie bisher über die kürzeren Sprintstrecken auftrumpfte. 2011 wurde die Studentin der Germanistik und Philosophie u.a. mehrfache Landesmeisterin und Norddeutsche Meisterin und landete auch bei Junioren- und Hochschul-DM mehrmals auf dem Podest.
„Der eher spontane Wechsel auf die 400 Meter zum Saisonhöhepunkt führte zu einer Verlagerung meiner Hauptstrecke“, erklärt Spelmeyer, die auf Anhieb bei den Deutschen Meisterschaften den Sprung ins Finale schaffte, dort Siebte wurde und nun als Angehörige des 400-Meter-Bundeskaders über diese Distanz ihren Olympia-Traum verwirklichen möchte.
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