Übermorgenstadt als Tourismus-Magnet
STADT DER WISSENSCHAFT 20 Prozent mehr Übernachtungen – Viele Veranstaltungen ausgebucht
Naturwissenschaft hautnah: Auch ein im Wasser schwebendes Ei konnte die Laien entzücken. BILD: ARCHIV/TORSTEN VON REEKEN 
VON KLAUS FRICKE UND JASPER RITTNER
Oldenburg - Ein Jahr zum Vorzeigen: Beim Schlauen Haus gab es zwar einen nicht gerade klugen Kleinkrieg zwischen Rat und Oberbürgermeister. Doch unterm Strich hat das Jahr der Wissenschaft sich für Oldenburg rundum gelohnt.
1,3 Millionen Euro kostete das Mammut-Programm. Einen Großteil des Geldes haben Sponsoren aufgebracht – aus dem Stadtsäckel kamen lediglich 500 000 Euro. Gleichzeitig hat sich der Titel „Stadt der Wissenschaft 2009“ als Magnet für den Tourismus erwiesen. „Wir hatten 20 Prozent mehr Übernachtungen“, sagt OB Gerd Schwandner. Oldenburg wird erstmals mehr als 200 000 Übernachtungen verzeichnen. Und viele Gäste seien gerade wegen der Veranstaltungen zum Thema Übermorgenstadt gekommen.
Damit meint Schwandner keineswegs nur Wissenschaftler. Gerade Veranstaltungen wie die Klangwelten oder die Wissenschaftsgeisterbahn haben ganz unterschiedliche Besucherschichten angesprochen. Bei der Wissenschaftsgeisterbahn waren alle zwölf Vorstellungen ausverkauft.
Ließen sich dort noch die Besucher zählen, so war das bei den Großereignissen in der Innenstadt nicht mehr möglich. Tausende drängelten sich z.B. auf der Experimentiermeile mit Jörg Pilawa am Lefferseck, tausende kamen zu den Kinder-Universitäten mit ihrem Höhepunkt, dem Familientag im Januar, und ebenso viele nutzten die Gelegenheit, bei diversen Tagen der offenen Tür Oldenburgs Wissenschaftseinrichtungen kennenzulernen.
„Unsere erstes Ziel war, den Dialog der Wissenschaft mit den Bürgern herzustellen“, sagt Projektleiter Rainer Lisowski. „Das haben wir genauso erreicht wie unser zweites Ziel, eine große Außenwirkung für die Stadt.“
Erfolge, die für die Zukunft verpflichten: Die „Botschaft der Wissenschaftsstadt muss in den Köpfen der Menschen bleiben“, findet Schwandner.
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