Fuchs: „Das Fahren gehört einfach dazu“
Volksfeste 713. Stoppelmarkt – Katholischer Schaustelleseelsorger reist zum siebten Mal nach Vechta
Pfarrer Martin Fuchs freut sich auf viele Gottesdienstbesucher, aber auch auf Karussellfahrten. BILD: Archiv 
von Christoph Floren
Vechta - „Ich segne alles, und ich fahre auch alles. Das gehört einfach dazu.“ Pfarrer Martin Fuchs lässt keinen Zweifel an seinem Faible für Karussells aufkommen. Eine kleine Einschränkung ist dem 52-jährigen Geistlichen allerdings doch wichtig: „Ich habe einen Hang zum Nostalgischen. 50 oder 60 Jahre alte Fahrgeschäfte reizen mich besonders.“
Attraktionen mit Reiz
Zudem schätzt er das klassische Riesenrad, wie es neben dem „Amtmannsbult“ steht, „allein schon wegen des großartigen Ausblicks über das Gelände“. Aber auch Himmelsstürmer wie „High Energy“ oder die Hochachterbahn „Wilde Maus“ reizen ihn immer wieder.
In diesen Tagen ist der 713. Vechtaer Stoppelmarkt das Ziel des aus Neumarkt (Oberpfalz) stammenden Leiters der katholischen deutschen Schausteller- und Zirkusseelsorge mit Stammsitz in Bonn, der im Juni in seiner Heimatgemeinde silbernes Priesterjubiläum gefeiert hat. Damit erlebt Fuchs das Traditionsvolksfest auf der „Westerheide“ bereits zum siebten Mal aus nächster Nähe.
Auch diesmal steht wieder ein Gottesdienst im Mittelpunkt seines Aufenthalts. Den feiert er mit vielen Schaustellern sowie Gläubigen aus Vechta und Umgebung am Sonntag, 14. August, ab 10 Uhr, im Festzelt „Kühling’s Niedersachsenhalle“. Voraussichtlich wird es aber „nur“ eine ganz normale Messe sein, für die seine Predigt derzeit „noch wächst“. Ein besonderes Ereignis steht erst 2012 wieder ins Haus. Dann ist für den Stoppelmarkt bereits eine Tauffeier angemeldet.
Hotel statt Wohnmobil
In Vechta wohnt Fuchs, der seinen geistlichen Beistand jährlich etwa auf 150 Jahrmärkten anbietet, im Hotel. In den Anfangsjahren seiner Tätigkeit für Schausteller und Zirkusleute ist der „Gaukler Gottes“, wie er einmal genannt wurde, seinen Schäfchen noch mit einem Wohnmobil nachgereist. Doch das hat er, „auch aus Kostengründen“ zwischenzeitlich aufgegeben. Seine „Utensilien“ passen in den Koffer. Unterwegs hat er sie immer dabei, wie er versichert.
Unter all den Volksfesten, die der Pfarrer inzwischen kennt, zeichne sich der Stoppelmarkt durch einige Besonderheiten aus, sagt er im NWZ -Gespräch. Dazu gehört für ihn dass sich ein „ungewöhnlich großer Teil“ des Kirmestrubels unmittelbar auf dem Platz abspielt. Große Zelte, wie „die 20 in Vechta“ kannte der Süddeutsche, der bei seinem ersten Abstecher ins Oldenburger Münsterland davon ziemlich überrascht war, eher von Veranstaltungen wie etwa dem Oktoberfest in München.
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