VECHTA, 15. August 2011


Ein Dreh- und Angelpunkt der Festfreude

Volksfeste Stoppelmarkt – Pfarrer Fuchs: „Einlassen auf Gott“ – Polizei hat Jugendschutz im Blick


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Schaustellerseelsorger Martin Fuchs (am Mikrofon) feierte den Gottesdienst in Konzelebration mit Pfarrer Richard Büssing (2.v.l.) und Propst Michael Matschke (r.). BILD: Christoph Floren  Bild vergrößern

Der Zeltgottesdienst hat Tradition im Programm. Vom Altar aus geht es auf den Markt.

von Christoph Floren

Vechta - Das Kolpingorchester Vechta spielte „Großer Gott, wir loben dich“. Schaustellerpfarrer Martin Fuchs stellte seine Predigt unter den Leitgedanken des Vertrauens und Einlassens auf Gott. Gerade dazu biete der Stoppelmarkt, dem der Geistliche den Status eines Dreh- und Angelpunktes der Festfreude im sich ständig in Bewegung zeigenden Leben attestierte, einen willkommenen Ansatzpunkt. Ein fester Bestandteil sie, wie Fahrgeschäfte, Stände und Buden auch die sonntägliche Messfeier.


Mit dem Schirm zur Kirche
Trotz des bis in die Nachmittagsstunden anhaltenden Regens konnte der Seelsorger am Sonntag, 14. August, zahlreiche Gläubige zum traditionellen Zeltgottesdienst in „Kühling’s Niedersachsenhalle“ begrüßen. Sie hatten ihre Autos auf den zunehmend aufgeweichten Wiesen geparkt, und waren in aller Regel gut beschirmt auf das Festgelände gelangt.


Gebet und Bummel
So nutzte Fuchs die Gelegenheit seine Hoffnung zu äußern, „Dass der Segen von oben unsere gemeinsame Festfreude nicht trübt. Beim Altardienst unterstützten Pfarrer Richard Büssing und Propst Michael Matschke, Leiter der Vechtaer Stadtgemeinde St. Mariä Himmelfahrt ,Fuchs. Das Einsammeln der für die Arbeit der deutschen Zirkus- und Schaustellerseelsorge bestimmten Kollekte übernahmen Malteser. Nach dem Schlusssegen nutzte ein Großteil der Kirchgänger die Gelegenheit zu einem Bummel über die „Westerheide“.

  Ein insgesamt eher friedliches Stoppelmarktwochenende verzeichnet die Polizei. Trotz teils widriger Witterung drängten die Besucher auf die „Westerheide“. In der Nacht zu Sonnabend, 13. August erhielten zehn alkoholisierte Jugendliche Platzverweise, vier waren so betrunken, dass sie ihren Eltern übergeben wurden. Hinzu kamen kleine Schlägereien, und sechs Anzeigen wegen Körperverletzung. Bei Jugendschutzkontrollen in der Nacht zu Sonntag, 14. August, griff die Polizei einige Jugendliche nach Ablauf der „Altersgrenzzeit“ in Festzelten auf, die rauchten oder Alkohol tranken. In einem Fall wurden Eltern informiert, die ihren Sohn abholen mussten. Am Sonntag, 14. August wurden einige Parkplätze wegen des Regens gesperrt. Ein Verkehrschaos blieb allerdings wegen des geringeren Andrangs aus.

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