VECHTA, 18. August 2011


Stoppelmarkt ein friedliches Fest

Polizei 41 Strafanzeigen – Aktion „Sicherer Heimweg“ – Jugendschutzkontrollen


Präventionsstreifen griffen als Streitschlichter ein. Alkohol für Minderjährige: Zwei Wirte erhielten Anzeigen.

EB

Vechta - Während beim Stoppelmarkt 2010 noch 65 Strafanzeigen registriert wurden, waren es diesmal bisher 41, darunter 18 Körperverletzungen, acht Beleidigungen, zwei Widerstandshandlungen und sieben Diebstähle. Zehn Randalierer erhielten Platzverweise. Als für einen Mann die Handschellen klickten, schlug er um sich und verletzte einen Beamten. Die Statistik weist 136 Einsätze der Stoppelmarktwache mit mehr als 1500 Einsatzstunden aus. Insgesamt zeigte sich die Polizei erfreut über den Rückgang der Straftaten im Zusammenhang mit der Mega-Party. Einsatzleiter Walter Sieveke nannte den Stoppelmarkt bei mehr als 800 000 Besuchern „ein friedliches Fest“.


Verstärkte Überwachung
Als Teil der Aktion „Sicherer Heimweg“ wurden die Abfahrtswege der Besucher und das Umfeld des Markts verstärkt überwacht. Polizisten sprachen Frauen, die allein unterwegs waren, an und sorgten für deren Begleitung. Ein Hinweis auf eine sexuelle Nötigung bestätigte sich nicht. Präventionsstreifen auf dem Markt schlichteten zahlreiche Auseinandersetzungen, unterstützten hilflose Personen und brachten zwölf kurzzeitig vermisste Kinder zu ihren Eltern zurück.

Bei 13 größeren Jugendschutzkontrollen in den Festzelten kam es zu 134 Identitätsfeststellungen. Gegen zwei Wirte, die Alkohol an Minderjährige ausgeschenkt hatten, wurde Anzeige erstattet. Vier von 20 betrunkenen Jugendlichen übergaben Polizisten den Eltern. Spitzenreiter war ein junger Mann, bei dem nach dem Pusten 2,66 Promille festgestellt wurden. Zudem traf die Bundespolizei am Bahnhof Stoppelmarkt Jugendliche schlafend auf den Schienen an. Sie durften sich bei ihren Eltern ausschlafen.


Wenig Alkohol am Steuer
Alkohol am Steuer endete für zwei Autofahrer mit Blutproben. Eine weitere Trunkenheitsfahrt konnten Beamte unterbinden. Ein Mann stand unter Drogen. Auch ihm wurde Blut abgenommen.

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