Schüler haben polnische Unternehmen im Visier
Bbs Friesoyther erstellen Datenbank für Swiebodziner Firmen – Jugendgruppe aus Partnerstadt in Altenoythe angekommen
In Swiebodzin bei der Arbeit (hintere Reihe): Max Döring, Franziska Pollmann und Julian Ostendorf BILD: Otto Stammermann 
von Thomas Bücher
Friesoythe - Sie hatten einiges auf sich genommen: neun Stunden Fahrt, sieben Tage fast nur Regen und die ganze Zeit eine Sprache, die sie kaum verstehen. Elf Schüler der Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten für Wirtschaftsinformartik an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe sind gerade aus der polnischen Partnerstadt Swiebodzin zurückgekehrt.
Nach zwei Jahren der Stagnation war es Lehrer Otto Stammermann gelungen, den Kontakt nach Swiebodzin wieder aufleben zu lassen. Das Projekt: Die Schüler haben Daten von 50 Unternehmen in der Partnerstadt erhoben. Diese sollen als Firmen-Übersicht auf der BBS-Homepage angelegt werden, auch auf der Internetseite der Stadt Friesoythe werden die Daten verlinkt werden. „Das ist mit Bürgermeister Wimberg besprochen“, sagt Stammermann, der die Fahr mit Kollegin Vera Plate organisiert hatte. Ziel ist es, Unternehmern die Möglichkeit zu geben, sich über eventuelle Kooperationspartner zu informieren.
Festgehalten wurde neben Adresse und Ansprechpartner auch die Zahl der Mitarbeiter und die Produkte und Dienstleistungen der Firmen. Kein leichtes Unterfangen. Die Schüler sprechen nahezu kein Polnisch. Aber die polnischen Lehrerinnen Natalia Hoszman und Iola Sojka hatten nicht nur das Programm für die deutschen Schüler organisiert, sondern auch Schüler ausgewählt, die zu den Betrieben mitgingen. Julian Ostendorf (18): „Die polnischen Schüler haben mit den Unternehmern geredet, es für uns ins Englische übersetzt, wir haben es ins Deutsche übertragen.“
Franziska Pollmann (17) zeigt sich überrascht: „In Polen muss es gar nicht so anders laufen als bei uns. Bei einer Elektro-Firma habe ich kaum Unterschiede zu Deutschland festgestellt.“ Das Datensammeln hat nur zwei der sieben Tage in Anspruch genommen. Den Rest der Zeit hatten die Schüler ein strammes Programm. Polizei, Feuerwehr, Schwimmbad, Bunkeranlagen, Museen und Zielona Góra (Grünberg) – all das waren Ausflugsziele.
Ende Mai werden die Swiebodziner nach Friesoythe kommen. Auch sie wollen Daten von hiesigen Unternehmen aufnehmen – und ihre neuen Freunde besuchen.
- „Kommt nach Polen und besucht uns in Swiebodzin“. Marzena Celejewska (34) ist Deutschlehrerin am „Czeslawa Niemena Gimnazjum“ in Friesoythes polnischer Partnerstadt. 2005 haben die beiden Kommunen diese Städtepartnerschaft feierlich besiegelt.mehr
- Wenn die polnischen Gastschüler im Unterricht an der Schule in Altenoythe mit der plattdeutschen Sprache konfrontiert werden, dann geht es weniger um das Erlernen des norddeutschen Dialekts, als vielmehr um das Kennenlernen einer regionalen Identität und Kultur.mehr
- Nach gut zehnstündiger Busfahrt sind am späten Donnerstagnachmittag die polnischen Austauschschüler aus Friesoythes Partnerstadt Swiebodzin bei ihrer Partnerschule, der Heinrich-von-Oytha-Hauptschule in Altenoythe, eingetroffen.mehr
- Zum dritten Schüleraustausch seit 2009 erwartet die Heinrich-von-Oytha-Hauptschule in Altenoythe an diesem Donnerstag, 15. September, eine große Delegation ihrer Partnerschule „Publiczne Gimnazjum Nr 3“ aus der Friesoyther Partnerstadt Swiebodzin in Polen.mehr


