OLDENBURG, 8. März 2010


Oldenburg: DNA-Spuren belasten letzten Fahrgast

Landgericht Prozess um erstochenen Taxifahrer beginnt am Dienstag – 20-Jähriger unter Mord-Anklage


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Tatort: Auf dem „Weg zur Schwimmenden Insel“ stand das Auto des getöteten Taxifahrers. BILD: Archiv/Thorsten Helmerichs  Bild vergrößern

Das Gericht hat sieben Verhandlungstage angesetzt. 39 Zeugen sollen befragt werden.

von Rainer Dehmer

Oldenburg - Prozessauftakt im Fall des getöteten Taxifahrers: An diesem Dienstag, 9. März, 9 Uhr, beginnt die Hauptverhandlung gegen Micky M. Der 20-jährige Auszubildende aus Lemwerder (Kreis Wesermarsch) muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichts Oldenburg verantworten.

Für die Hauptverhandlung gegen den in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten hat die Jugendkammer zunächst sieben Verhandlungstage bis zum 23. März angesetzt. Falls die Termine nicht ausreichen sollten, geht der Prozess weiter. Zur Klärung des Sachverhalts sind 39 Zeugen und drei Sachverständige geladen.

Im Sitzungssaal finden etwa 45 Besucher Platz. Da das Gericht ein großes Medieninteresse erwartet, werden 15 Plätze für Vertreter von Zeitungen, Nachrichtenagenturen sowie Radio- und Fernsehsender reserviert.

Da das Landgericht seit Ende vergangenen Jahres die Einlasskontrollen verschärft hat, sollten Besucher frühzeitig zur Verhandlung kommen. Um Zeitverzögerungen zu minimieren, ist der Einlass bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung möglich.

Der Angeklagte wird durch einen Hintereingang ins Gebäude an der Elisabethstraße gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft Micky M. vor, am Nachmittag des 25. September 2009 den Oldenburger Taxifahrer Erhard P. (58) in seinem Fahrzeug erstochen zu haben. Spaziergänger hatten damals das Taxi mit der Leiche auf einem Feldweg („Weg zur Schwimmenden Insel“) neben der Elsflether Straße entdeckt.

Nur einen Tag später soll M. einen weiteren Überfall begangen haben. In Delmenhorst stieg er, so die Anklage, in ein Taxi und ließ sich nach Groß Mackenstedt in der Gemeinde Stuhr fahren. Dort soll er plötzlich auf die 61 Jahre alte Taxifahrerin eingestochen haben. Die Frau erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen.

Vier Tage nach den brutalen Messerattacken konnte die Polizei den 20-Jährigen im Zuge einer Großfahndung in Bremen fassen. Ein früherer Mitschüler des Beschuldigten hatte den entscheidenden Hinweis gegeben.

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In der Vernehmung gestand M. den Raubüberfall auf die Frau. Die Tötung bestreitet er. Die Indizien sprechen jedoch gegen ihn. An der Tatwaffe fand die Polizei DNA-Spuren des 20-Jährigen.






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