OLDENBURG, 2. August 2010


Jenseits der Stille viel Kontakt in alle Welt

Weser-Ems-Halle 2000 Jugendliche aus 19 Nationen treffen sich bei „TeenStreet“ – Glaube verbindet sie


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Leben ihren Glauben (von links): Shin Yeob Yoo, Seong Gyu Choi, Krista Áargarth und Óli Poulsen. BILD: Julia Lißewski  Bild vergrößern

Mehrmals am Tag schweigen sie 15 Minuten. Am Morgen starten sie mit einer Andacht.

von Julia Lißewski

Oldenburg - Bei 2000 Jugendlichen kann es schon einmal laut werden. Da kommt allen auf dem christlichen Jugendkongress „TeenStreet“ die „Schhh-Zeit“ ganz gelegen. Eine Viertelstunde dürfen Jugendliche sowie etwa 500 Mitarbeiter des Service-Teams nicht sprechen. Erlaubt ist nur, wenn notwendig, ein Flüsterton. Mehrmals am Tag soll die Zeit der Stille bei der Veranstaltung auf dem Gelände der Weser-Ems-Halle eingehalten werden. Kein leichtes Unterfangen bei den 2000 Jugendlichen aus 19 Nationen, die sich dort bis zum 4. August austauschen.

Unter den Jugendlichen sind auch Óli Poulsen (16) und Krista Áargarth (13) von den Färöer Inseln sowie Seong Gyu Choi (13) und Shin Yeob Yoo (16) aus Südkorea. Oli ist schon zum zweiten Mal dabei. Und es wird nicht das letzte Mal sein: „Ich möchte, so oft ich darf, bei der TeenStreet dabei sein. Hier kann ich mit Freunden meinen Glauben leben“, erzählt der 16-Jährige. Zu Hause habe er dazu nur wenig Möglichkeiten.

Krista ist erstmals auf dieser großen Veranstaltung. Von Freunden aus ihrer Kirchengemeinde hatte sie davon gehört. Auch sie will wiederkommen. „Das Programm hat mir bis jetzt sehr gut gefallen“, sagt die 13-Jährige.

Den 16-stündigen Weg aus Südkorea haben Seong Gyu und Shin Yeob gern auf sich genommen, sie interessieren sich sehr für fremde Kulturen und nehmen zum ersten Mal teil. „Ich wollte sehen, auf welche Art andere Länder ihre Beziehung zu Gott ausleben“, erzählt Seong Gyu.

„TeenStreet“ sei in seiner Heimat sehr bekannt, berichtet er. Die Empfehlung kam von seinen Eltern und den Pastoren seiner Kirchengemeinde. Auf die gleiche Weise ist Shin Yeob darauf aufmerksam geworden. „Ich möchte hier viele neue Freunde finden“, so der 16-Jährige. Alle vier werden, wie auch die anderen Jugendlichen, jeweils von einem Gruppenleiter aus ihrem Land betreut.

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Nach der morgendlichen Andacht steht bei „Teen­Street“ die Kleingruppenarbeit im Mittelpunkt. Ansonsten können die Jugendlichen selbst bestimmen, ob sie sich mit Tanzkursen, Schachspielen oder beim Singen die Zeit vertreiben wollen.






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