03.07.2012

Stoppelmarkt
Drehorgeltruppe wieder auf Tour

„Jan und Libett“ laden zum Kirmesbummel auf die „Westerheide“ ein

Tradition spielt für die Vechtaer Werbeträger eine große Rolle. Ihre Reisen führten sie bis nach Berlin.
Christoph Floren

VECHTA Auf eine 41-jährige Tradition blickt sie zurück, die Drehorgeltour als Werbung für den Vechtaer Stoppelmarkt, als eins der größten und bekanntesten Volksfeste im Nordwesten. Ideengeber war 1971 der damalige Ratsherr Josef Möller. Er regte an, die bereits 1912 von Ökonomierat Heinrich Averdam gezeichneten Figuren „Jan von Dählen und Stuken Libett“ als Besucher vom Land für die fünfte Jahreszeit der Kreisstadt zu personifizieren.

Die Drehorgelmannschaft ist unterwegs

Prost „Stoppelhopser“

Am Montag, 2. Juli, ist sie wieder am Rathaus gestartet, die aus Mitgliedern des Ratsausschusses für Wirtschaftsförderung und Marktwesen sowie natürlich „Jan und Libett“, dargestellt von Ulrike Schmidt und Enno Götze-Taske, bestehende Drehorgelmannschaft. Im Gepäck haben sie Stoppelmarkt-Werbung aller Art, Bierkrüge als Gastgeschenke, hochprozentigen „Stoppelhopser“ und natürlich die luftbereifte Drehorgel. An der Kurbel des 1987 angeschafften Instrumentes hat Ratsherr Thomas Frilling die Notengewalt.

Auf der ersten Etappe führte sie ihr Weg zur Regierungsvertretung Oldenburg sowie nach Wildeshausen, Twistringen und Barnstorf. Dort luden die stilecht in Frack und Zylinder – für die weiblichen Mitglieder war, wie sonst auch, das kleine Schwarze angesagt – Vertreter aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben zum Stoppelmarkt 2012 ein, der vom 16. bis 21. August auf der „Westerheide“ gefeiert wird. Heute geht es nach Osnabrück, in die Samtgemeinde Artland und zur Gemeinde Molbergen.

Bei der Prominenz

Zu den weiteren „Reisetagen“ gehören aktuell etwa Mittwoch, 18. Juli, mit den Stationen Oldenburg, Visbek und Lohne, oder Montag, 23. Juli, wenn die Gruppe beim Finanzamt Vechta einhält.

Neben Zielen im heimischen Raum wagten sich die Stoppelmarktwerber auch aufs große politische Parkett. So 2006, als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder im Berliner Reichstag eingeladen wurde. Oder 2008: Damals begrüßte Kanzleramtsminister Frank Walter Steinmeyer die Oldenburger Münsterländer an der Spree.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

 @ Mehr Informationen auch unter http://www.vechta.de

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