Naturschutz:
Ehrenamtliche erforschen Zugvögel

Vogelwarte Helgoland startet Projekt auf Brachfläche in Langförden

Langförden Auf einer Brachfläche in Langförden sollen künftig wichtige Daten für den Vogelzug erhoben werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland haben dafür ein Projekt gestartet.

Auf einer verbuschten Holunderfläche spannen die Mitarbeiter zur Zugzeit Netze auf, um Kleinvögel zu fangen, mit Ringen zu markieren und wieder fliegen zu lassen. „Diese Holunderfläche eignet sich hervorragend für Zugvogeluntersuchungen, da die reifen Früchte als Nahrung wie ein Magnet auf überfliegende Singvögel wirken“, weiß Frank Rieken als Projektinitiator zu berichten.

„Wir hoffen dann, dass möglichst viele unserer markierten Vögel in anderen Gebieten wiedergefangen oder gefunden werden, um den Zugverlauf untersuchen zu können“, ergänzt Vogelberingerin Imme Wichelmann.

Die Fläche ist eine Kompensationsfläche der Stadt Vechta und wird von den Jägern Helmut Schlotmann und Hubert Wördemann gepachtet und gepflegt: „Diese Brachfläche ist wie eine Naturinsel in unserer ausgeräumten Agrarwüste. Als wir von dem Projekt gehört haben, waren wir sofort damit einverstanden und wir werden uns sehr gern an dem Projekt der Vogelwarte Helgoland ehrenamtlich beteiligen“, betont Wördemann.

Als Jäger sehen sie den Schutz der Singvögel und natürlich auch den der „Krummschnäbel“, zu denen Weihen, Habichte und Falken gehören, als ihre Aufgabe im Jagdbezirk Spreda an. „Wir sind den Naturschützern um Frank Rieken, die uns in ihr Projekt einbinden, sehr dankbar“, sagt Hubert Wördemann weiter. Das Projekt wird von der Bingo-Umweltstiftung mit 3800 Euro€, dem Stiftungsfonds für Umweltökonomie und Nachhaltigkeit mit 500 Euro und der Stadt Vechta mit ebenfalls 500 Euro unterstützt.

Von diesem Geld wollen die Projektinitiatoren Maschinen für Gehölzarbeiten, Netze für den Vogelfang und Nisthilfen beschaffen. „Die umfangreichen Stunden, die wir an diesem Projekt arbeiten, werden ehrenamtlich und somit unentgeltlich erbracht“, berichtet Projektleiter Frank Rieken.

Im Februar führten sie den ersten Arbeitseinsatz durch: In die Holunderfläche wurde eine Schneise gesägt, in die zur Zugzeit die sogenannten Japannetze für den Singvogelfang aufgestellt werden. Dabei wurden die Vogelberinger vom Landschaftsgärtner Steffen Kock sowie den Mitgliedern der örtlichen Naturschutzbund-Gruppe unterstützt.

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Ehrenamtliche erforschen Zugvögel
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15.03.2016
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