Sprung in Vierte Liga binnen zwei Jahren
INTERVIEW VfB-Sportleiter Kalkbrenner zieht ein positives Zwischenfazit – Lob für Trainer und Team
Das Saisonziel bleibe jedoch das Erreichen der eingleisigen Oberliga. Top-Favorit auf den Meistertitel sei Havelse.
Von Henning Busch
Frage: Bislang hat sich der VfB in Sachen Saisonziel eher defensiv verhalten und das Erreichen der eingleisigen Oberliga, sprich mindestens Platz acht, als Marschroute ausgegeben. Gehen Sie die Sache nach der Winterpause nun etwas offensiver an?
Kalkbrenner: Ich bin als Spieler mit drei verschiedenen Vereinen sowie mit dem VfB als verantwortlicher Manager zweimal in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Ich weiß, unter welchen Bedingungen einer Mannschaft der große Sprung gelingen kann. Nicht ohne Grund halten wir deshalb an unserer Zielsetzung fest.
Frage: Dennoch ist Spitzenreiter TSV Havelse, der am Sonntag mit einem 3:0-Sieg gegen Bavenstedt gut ins neue Sportjahr gestartet ist, für den VfB noch in Schlagdistanz . . .
Kalkbrenner: Havelse ist für mich spätestens seit unserem Spiel dort (0:2) der Top-Favorit für den Aufstieg. Auch der BV Cloppenburg ist aufgrund der personellen Besetzung ganz vorne zu erwarten. Wir haben uns mit dem zweiten Tabellenplatz vor der Winterpause eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen.
Frage: Was wäre, wenn sich am Ende der Spielzeit dennoch plötzlich das Tor zur Meisterschaft öffnen würde?
Kalkbrenner: Dann werden wir mit größter Leidenschaft unsere Chance nutzen wollen. Wichtig ist, dass wir nach der Winterpause gut aus den Startlöchern kommen. Mit dem Trainingslager in der Türkei, das ein voller Erfolg war, haben wir uns schon viel Wettkampfpraxis geholt – jetzt muss die Saison nur endlich wieder für uns losgehen.
Frage: Sie sind sehr nah an Trainer Zinnbauer und der Mannschaft dran, welche Zwischenbilanz ziehen Sie nach einem halben Jahr in der Funktion des Sportlichen Leiters?
Kalkbrenner: . . . eine sehr positive. Bei meiner Verpflichtung habe ich mir sämtliche Kompetenzen im sportlichen Bereich zusichern lassen. Diese Verantwortung trage ich zusammen vor allem mit unserem Trainer, der die zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Ziele einnimmt.
Frage: Wie stufen Sie die Arbeit von Joe Zinnbauer ein?
Zinnbauer: Er macht einen sehr guten Job. Ihn zeichnet ein großer Ehrgeiz aus, dies ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Trainer. Er hat seine Mannschaft gut im Griff und vermittelt ihr Siegermentalität.
Frage: Trotz des großen Konkurrenzkampfes im breit aufgestellten Kader scheint in der Mannschaft die Chemie zu stimmen . . .
Kalkbrenner: Absolut. Wir haben einen sehr stark besetzten Kader mit Häuptlingen wie Mansur Faqiryar, Christian Lenze, Christian Thölking oder Waldemar Kowalczyk. Sie müssen die Karre auf und neben dem Platz ziehen. Von ihnen erwarte ich mir in der Rückrunde sogar noch ein bisschen mehr.
Frage: Also schielen Sie doch noch auf die Meisterschaft und den möglichen Aufstieg?
Kalkbrenner: Sagen wir es so: Bei jedem neuen Engagement in einem Verein konnte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass die jeweilige Mannschaft innerhalb von zwei Jahren aufgestiegen ist. Mein persönlicher Ehrgeiz liegt darin, diesem Rhythmus zu folgen und dem Verein zu helfen, den Sprung in die Regionalliga zu realisieren. Da muss der VfB nämlich hin.
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