Grimaldi rettet VfB einen Punkt
Fußball Oberligist kommt über 2:2 nicht hinaus – Ausgleich in Nachspielzeit
Ätsch: VfB-Stürmer Nicola Grimaldi (rechts) freute sich diebisch über seinen ersten Treffer zum 1:1. BILD: Philipp Herrnberger 
von Henning Busch
Oldenburg - Die Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg sind extrem holprig in die zweite Saisonhälfte gestartet. Der Tabellendritte kam am Sonntag im heimischen Marschwegstadion gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und konnte sich am Ende beim zweifachen Torschützen Nicola Grimaldi bedanken, der den Blau-Weißen in der Nachspielzeit (90.+3) wenigstens noch einen Punkt rettete.
Knackpunkt der wenig berauschenden Partie vor 1332 Zuschauern war eine Unbeherrschtheit von Thomas Friauf. Der VfB-Stürmer ließ sich kurz vor der Halbzeitpause nach einem Tackling durch Sven Bothfeld zu einer Tätlichkeit (Nachtreten) hinreißen. Der an diesem Tag mit seinen Entscheidungen ansonsten mehrmals danebenliegende Schiedsrichter Tim Kayser (Rastede) zeigte Friauf zurecht die Rote Karte (45.).
Es war bereits der zweite Rückschlag, den die Oldenburger in der sehr körperbetont geführten Partie wegstecken mussten. So hatte Cihan Kuru die Gäste früh in Front geköpft (2.). Zwar konnte VfB-Torwart Mansur Faqiryar einen Freistoß von Jan-Henrik Matthes noch abwehren, den Abpraller staubte Kuru jedoch reaktionsschnell ab.
Die VfBer schüttelten sich kurz und kamen mit der ersten schönen Kombination der Partie zum Ausgleich. David van der Leij hatte Mariusz Zmijak auf Links steil geschickt. Dieser flankte zielgenau in den Strafraum, wo Grimaldi aus kurzer Distanz das 1:1 markierte (12.).
Allerdings bissen sich die Gastgeber im Anschluss an der gut gestaffelten Ramlinger Hintermannschaft die Zähne aus. Nur wenn es über die linke Angriffsseite ging, wurde es gefährlich. So traf Leo Baal in Bedrängnis das Außennetz (26.), bevor Zmijak aus spitzem Winkel scheiterte (39.). Dann hätte es fast die Kopie des ersten VfB-Treffers gegeben: Die selben Akteure waren beteiligt, doch diesmal rutschte Grimaldi vor dem SV-Tor haarscharf an der Zmijak-Flanke vorbei (43.).
In der zweiten Halbzeit drückte der VfB beherzt auf das Führungstor, während die Gäste trotz eines Spielers mehr auf dem Platz stur an ihrer nur auf Konter ausgelegten Spielweise festhielten.
Als Grimaldi auf Rechts durchbrach (52.), wusste sich der mit Gelb vorbelastete Joe Yankson nur noch mit einem Foul zu helfen. Warum Schiedsrichter Kayser es lediglich bei einer Ermahnung beließ und nicht Gelb-Rot zückte, bleibt sein Geheimnis. Dann die nächste kalte Dusche für den VfB: Nach einem Freistoß gelang Ramlingens sträflich frei stehendem Torjäger Manuel Brunne per Fallrückzieher ein Traumtor zur erneuten Führung (74.).
Doch der VfB gab nicht auf und wurde nach einem Solo über 40 Meter durch den eingewechselten Steve Sam belohnt – weil er klug auf Grimaldi ablegte und dieser im Abschluss die Nerven behielt.
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