VfB wacht erst nach 0:3 auf
Fußball-Oberliga BV Cloppenburg bezwingt Oldenburg im Derby mit 3:2
Vom Erfolgsweg abgedrängt wurde der VfB Oldenburg (von links Didier Webessie, Tim Schwarz) im Derby gegen den BVC (von rechts Leo Baal, Robin Huisman de Jong). BILD: Piet Meyer 
von Henning Busch
Oldenburg - Dank eines Blitzstarts und der Treffsicherheit von Paul Kosenkow haben die Fußballer des BV Cloppenburg am Sonntag das Oberliga-Derby beim VfB Oldenburg verdient mit 3:2 gewonnen. Vor allem vor der Pause (3:1) waren die BVC-Akteure körperlich und geistig schneller als ihre Gegenspieler. So nutzten sie vor 1901 Zuschauern im Oldenburger Marschwegstadion die schweren Schnitzer im Defensivverhalten der Platzherren gnadenlos aus.
Die Partie hatte aus Oldenburger Sicht mit einem Schock begonnen. Bereits in der ersten Minute konnte Robert Römer aus dem linken Halbfeld unbedrängt in den VfB-Strafraum flanken. Dort stand Kosenkow völlig ungedeckt und köpfte den Ball unhaltbar in den Winkel. Der quirlige BVC-Angreifer erhöhte in der 14. Minute auf 2:0.
VfB-Torwart Mansur Faqiryar hatte, nachdem Kosenkow steil geschickt wurde, mit dem Herauslaufen gezögert und sah bei dem Flachschuss des Cloppenburgers, als er den Ball unter sich durchrutschen ließ, nicht gut aus. Die Platzherren waren angeschlagen, produzierten viele Fehlpässe und besaßen nur durch Alexander Nouri (21.) und Tim Schwarz (25.) Chancen. Dann machte der kaltschnäuzige Konsenkow mit seinem dritten Treffer nach einem Konter den Hattrick perfekt (34.).
Hoffnung keimte bei den Gastgebern erst auf, als Schwarz einen katastrophalen Rückpass von Christian Willen aufnahm und abgebrüht auf 1:3 verkürzte (42.). Kurz vor der Pause schied VfB-Außenverteidiger Tilmann Koch verletzt aus, ihm war die Kniescheibe herausgesprungen.
Nach Wiederbeginn stemmten sich die Oldenburger gegen die drohende erste Saisonniederlage und entwickelten deutlich mehr Druck. Zunächst entschärfte BVC-Torwart Stefan Tilling einen Drehschuss von David van der Leij (68.), der anstelle des verletzten Eike Noparlik in den Sturm gerückt war, ansonsten aber sehr blass blieb. Ab der 72. Minute agierte der VfB in Überzahl, weil Cloppenburgs Stefan Conrad Gelb-Rot gesehen hatte. Und es wurde tatsächlich noch mal spannend.
Nach einem Schuss von Waldemar Kowalczyk lenkte Schwarz den Ball zu Didier Webessie, der zum 2:3 traf (80.). Längst hatte der VfB seine Viererkette aufgelöst, spielte Alles oder Nichts. Die beste Torchance besaßen in der Nachspielzeit aber die Gäste. Nach einem erneuten Konter konnte Faqiryar den Ball jedoch David Niemeyer noch vom Fuß stibitzen (90.+2).
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