OLDENBURG, 1. September 2010


VfB Oldenburg geht bei Suche nach Stürmer leer aus

Fußball Hoffnungen des Oberligisten auf Verstärkung zerschlagen sich am letzten Tag der Wechselfrist


von Henning Busch

Oldenburg - Am letzten Tag der Wechselfrist stieg bei den Verantwortlichen der vom Verletzungspech arg gebeutelten Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg praktisch von Stunde zu Stunde die Spannung. Bis zum späten Dienstagabend hatte es allerdings von den potenziellen Neuzugängen noch kein grünes Licht gegeben, so dass sich die Hoffnungen auf einen Last-Minute-Transfer für den Sturmbereich letztlich in Luft auflösten.

„Wir haben alles versucht, aber es war von vornherein sehr schwierig“, sagte VfB-Trainer Torsten Fröhling. Er hatte am Nachmittag noch zwei von anfangs fünf Optionen im Köcher und rechnete stündlich mit einen Anruf der beiden Kandidaten. „Wir wollten keine Harakiri-Aktion machen, die dem Verein am Ende mehr schadet als nützt“, erläuterte der Fußball-Lehrer die Schwierigkeiten bei der Spielersuche.

Einer der Wunschkandidaten von Fröhling war Michael Holt, der aber von vornherein signalisiert hatte, lieber bei einem höherklassigen Verein anheuern zu wollen. So kam es dann auch. Der auch vom Ligarivalen SV Meppen und einigen Regionalligisten (u.a. Preußen Münster) umworbene 24-Jährige entschied sich bereits am Montag für ein Engagement beim höherklassigen Wuppertaler SV (Regionalliga West). Der offensive Mittelfeldspieler und gebürtige Emsländer hatte sich zuletzt beim SVM fit gehalten, nachdem er beim Drittligisten Holstein Kiel (33 Spiele, 14 Tore) am Ende der vergangenen Saison keinen neuen Vertrag erhalten hatte.

Eine späte Absage kassierte der VfB auch von Clemens Lange, der es ebenfalls vorzog, bei einem Regionalligisten unterzukommen, statt in die Fünfte Liga zu gehen. Der 24-jährige Mittelstürmer aus Rostock spielte zuletzt für den VfB Lübeck (Regionalliga) und war zuvor u.a. für den FC St. Pauli, SV Babelsberg 03 und Hansa Rostock II aktiv.

Nach dem Ende der Transferperiode bleibt für die Verantwortlichen des VfB nun nur noch die Chance, einen arbeitslosen Spieler zu verpflichten. Viele von ihnen halten sich bei der Vereinigung der Vertragsfußballer (VDV) fit. „Das wäre eine Option, birgt aber auch ein gewisses Risiko, wenn man den Spieler und seine möglichen Verletzungen in der Vergangenheit nicht richtig kennt“, sagte Fröhling.

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„Ich vertraue den Jungs in meiner Mannschaft, dass wir es auch ohne einen Ersatz für den verletzten Eike Noparlik hinbekommen – auch wenn das Verletzungspech bei uns schon extrem zugeschlagen hat“, gab sich der VfB-Trainer kämpferisch. „Vielleicht müssen wir angesichts der angespannten Personalsituation jetzt auch spielerisch und taktisch umdenken.“




 



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