Neue Rückraumspielerin sehnt sich nach erster Partie
Handball Lydia Jakubisova will mit dem VfL Oldenburg weit vorne landen – Hartes Lauftraining
Oldenburg - Lydia Jakubisovas Leben verläuft zurzeit im Eilzugtempo: erst Urlaub in der heimischen Slowakei, dann vergangene Woche der Umzug mit der Familie nach Oldenburg und kurz danach der Beginn der Saison-Vorbereitung. „So viel und so hart habe ich noch nicht trainiert“, sagt die Neue des Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg, die auf der halbrechten Position für Druck sorgen soll.
Dabei hat die 28-Jährige schon allerhand erlebt, und gerade deshalb hat sie der letztjährige Dritte auch verpflichtet: „Wir wollten eine erfahrene Spielerin, und sie hat schon woanders bestätigt, dass sie das Geschäft kennt“, sagt Trainer Leszek Krowicki. Seit drei Jahren spielt Jakubisova in der Bundesliga – erst in Sulzbach, dann in Trier. Fast genauso lange ist der VfL an ihr dran gewesen. „Sie ist schnell, technisch gut und stark im Eins-gegen-Eins-Verhalten“, sagt Krowicki und schmunzelt: „Außerdem hat sie uns einfach zu oft Probleme bereitet.“
Zweitälteste im Team
Jakubisova ist hinter Torfrau Tatiana Surkova (wird an diesem Dienstag 29) die Zweitälteste im Team, eine spezielle Rolle reklamiert die Nationalspielerin aber nicht: „Erstmal muss ich Leistung bringen.“ Drei der vier VfL-Zugänge – neben Jakubisova die Niederländerinnen Lois Abbingh und Laura van der Hejden – tummeln sich im Rückraum. „Wir müssen uns alle reinspielen“, sagt Jakubisova, „und natürlich auch ich“.
Krowicki ist überzeugt, dass die Mutter einer dreijährigen Tochter das schaffen kann. „Fleißig und engagiert und mit den Beinen auf dem Boden“, charakterisiert er sie nach der ersten Trainingswoche: „Schon ihre ehemaligen Trainer haben ihre Einstellung gelobt. Ich denke, sie wird uns helfen.“
Platz drei als Ziel
Auch Jakubisova glaubt an eine gute Saison: „Platz drei“ hat sie sich als Ziel mit ihrer neuen Mannschaft gesetzt, „aber vielleicht können wir noch weiter oben landen. Oldenburg spielt schnell und dynamisch, das liegt mir.“
Mit dem Ball in der Hand wurde aber noch nicht oft trainiert. Zuletzt lief der Schweiß bei den Ausdauer-Einheiten mit Lauftrainer Frank Feldhus in Strömen. „Anstrengend aber notwendig“, sagt Jakubisova zum Trainingsauftakt: „Ich freue mich aber auf die ersten Spiele, besonders auf das Wunderhorn-Turnier.“ Das steht am 21. und 22. August in Oldenburg an. Für Jakubisova und den neu formierten Rückraum des VfL ist es die erste Gelegenheit, sich vor den heimischen Anhängern zu präsentieren.
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