OLDENBURG, 3. September 2010


Frauen wollen durchstarten

Handball Die Oldenburgerinnen setzen auf Tempo, Technik und Taktik


Bild

Niederländischer Wirbelwind: Oldenburgs Neuverpflichtung Lois Abbingh (mit Ball) verleiht dem Rückraum des VfL BILD: Thorsten helmerichs  Bild vergrößern

Trainer Leszek Krowicki konnte seine Wunschspielerinnen verpflichten. In der Bundesliga wird wieder der dritte Tabellenplatz angepeilt.

von Otto-Ulrich Bals

Oldenburg - Sie halten fest zusammen, sie sind schnell, sie sind jung. Mit dieser Erfolgsmischung wollen die Handballerinnen des VfL Oldenburg auch im 27. Jahr ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit für Furore sorgen. „Ich finde es völlig in Ordnung, sich hohe Ziele zu setzen“, sagt Spielführerin Sabrina Neuendorf (25).

Konkret: Der Vorjahresdritte und Europapokal-Halbfinalist will in der Liga Platz drei bestätigen, im DHB-Pokal wie auch im internationalen Wettbewerb so weit wie möglich kommen. „Wir wollen um alles kämpfen, was es zu gewinnen gibt“, untermauert Trainer Leszek Krowicki (52) die Ambitionen seiner Spielerinnen.

Der Pokalsieger von 2009 setzt nach einer Saison ohne Titel dabei auf eine vor allem im Rückraum umformierte und gezielt ergänzte Mannschaft. VfL-Coach Krowicki hat dazu in Linkshänderin Lydia Jakubisova (28/DJK Trier), den niederländischen Rückraum-Talenten Lois Abbingh (18/E&O Emmen) und Laura van der Heijden (20/VOC Amsterdam) sowie Zweitliga-Torjägerin Jacqueline Reinhold (24/TV Oyten) seine Wunschspielerinnen verpflichten können.

„Sie alle werden uns helfen, unsere personelle Vielfalt zu erhöhen. Alle Positionen konnten wir erstmals doppelt besetzen. Diese Alternativen machen mich mutig“, sagt der Trainer. Krowicki weiß nur zu genau: Die Stärke einer Mannschaft lässt sich an den Positionen 13, 14 und 15 im Kader messen. „Und hier sind wir durchweg stark besetzt.“

Deswegen soll nicht gleich der deutsche Meistertitel in Angriff genommen werden. Dazu seien einfach zwei, drei Mannschaften ein bisschen weiter als der VfL – etwa Leipzig, Leverkusen und Erfurt. Sehr wohl wollen sich die VfL-Frauen national wie international (EHF-Pokal) aber weiter Respekt verschaffen. „Wir wollen uns in der deutschen Spitze etablieren“, sagt der Pole, der Platz drei aus der Vorsaison bestätigen will.

Dabei kann es Krowicki nicht schnell genug gehen. Es wird weiter Tempo gemacht im Nordwesten. „Wir spielen noch schneller als im Vorjahr“, sagt Nationalspielerin Wiebke Kethorn.

„Das ist eine Spielweise, die uns allen natürlich liegt“, weiß Zugang Jakubisova. Die Slowakin ist der Inbegriff der Oldenburger Erfolgsstrategie: Nachteile in der Körpergröße werden mit Tempo, Technik und Taktik ausgeglichen.

ANZEIGE

Krowicki ist aber erfahren genug, den Druck auf seine neu formierte Mannschaft nicht unnötig zu erhöhen. „Wir arbeiten wieder mit einer sehr jungen Mannschaft. Besonders unsere beiden Niederländerinnen werden noch Zeit benötigen“, warnt er vor überzogenen Erwartungen nach Platz drei in der vergangenen Saison. „Leipzig. Ja, Leipzig muss man ganz vorne erwarten. Dahinter wird es ganz eng in der Liga.“




 



WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
Losglück krönt den leichten Pokalsieg

06.02.2012 - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben am Sonntag einen Riesenschritt in Richtung Pokal-Endrunde unternommen. „Wir können uns wirklich nicht beklagen. Das war ein schöner Tag für uns“, kommentierte Trainer Leszek Krowicki den erwartet leichten Erfolg des Bundesligisten im Pokal-Achtelfinale und das kurz darauf erhaltene Glückslos im Viertelfinale.mehr

Oldenburgs Handballfrauen stehen im Pokal-Viertelfinale

05.02.2012 - Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben sich erwartungsgemäß für das Viertelfinale im DHB-Pokal qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki gewann am Sonntagnachmittag die Achtelfinalbegegnung beim sächsischen.mehr

Viel Lob und Dank für starke Oldenburger Frauen

04.02.2012 - Zieht man einen Jahresempfang als Gradmesser für die Popularität einer Sportart oder einer Sportmannschaft heran, dann dürfen sich die VfL-Handballerinnen in der glücklichen Lage schätzen, Oldenburgs Herzdamen schlechthin zu sein.mehr

1000 Kilometer mit dem Bus für 60 Minuten Handball

02.02.2012 - Der schwerste Gegner der Handballerinnen des VfL Oldenburg im Achtelfinale des DHB-Pokals dürfte wohl die Autobahn werden. Der Bundesliga-Fünfte und Pokalsieger von 2009 gastiert am Sonntagnachmittag (16 Uhr) beim Drittligisten SHV Oschatz.mehr

Im Schongang zum achten Sieg

30.01.2012 - Den unbequemen Gegner deutlich dominiert, alle Spielerinnen zum Einsatz und zwei Punkte sicher mit nach Hause gebracht: Trainer Leszek Krowicki und die Handballerinnen des VfL Oldenburg erlebten am Sonnabendabend einen stressfreien Bundesliga-Spieltag.mehr

Anzeige
Umfrage

Soll Griechenland in der Eurozone bleiben?




Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
Marktplatz
Regional
Immobilien
Automarkt
Flohmarkt

Jobs
NWZ-Wetter
0 °C
-9 °C
Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
 
RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat