In Oldenburg gibt es nichts zu lachen
Handball VfL-Zugang Lydia Jakubisova traut ihrer Mannschaft einiges zu
Eine Frau beißt sich durch: Lydia Jakubisova (2. von links) lässt sich nicht so leicht den Ball abjagen. BILD: Thorstenhelmerichs 
Oldenburg - An das sympathische Lächeln von Lydia Jakubisova mussten sich ihre neuen Mitspielerinnen erst gewöhnen. Diesen Eindruck hatte zumindest die Slowakin, als sie im Sommer von Trier nach Oldenburg wechselte.
Mit Sulzbach und Trier war sie den VfL-Frauen drei Jahre lang stets hochkonzentriert und mit bitterernster Miene entgegengetreten. „Da haben wohl einige gedacht, ich schaue immer nur so böse drein“, erzählt die 28-jährige Rückraumspielerin.
Mittlerweile ist die junge Frau mit Ehemann Miro und dem vierjährigen Töchterchen Lili in Oldenburg angekommen, voll integriert in der VfL-Familie. Heute lacht sie über sich selbst: „Ich bin eben doch ein ganz normaler Mensch.“
Das Lachen vergehen soll nun ihren Gegenspielerinnen, wenn die VfL-Frauen an diesem Sonntag (16.30 Uhr, EWE-Arena) im Heimspiel gegen den Aufsteiger SG Bietigheim in die Punktspielserie starten. „Der VfL hat eine Mannschaft mit sehr viel Potenzial. Ich hoffe, wir stehen am Saisonende noch besser da als auf Platz drei“, erwartet Jakubisova eine spannende Spielzeit 2010/2011.
Mit 81 Länderspielen für die Slowakei ist die blitzschnelle Linkshänderin nun die Spielerin mit den meisten internationalen Einsätzen im Team von Trainer Leszek Krowicki. Geboren in Bojnice hat die nur 1,68 m große Rückraumspielerin vor ihrem Wechsel ins Ausland beim slowakischen Spitzenverein Duslo Sala gespielt. Mit diesem Club verbindet auch den VfL eine lange Geschichte. So sorgten einst die Rückraumspielerinnen Katarina Dubajova und Marcela Fecova für viel Freude in Oldenburg.
Anders als zu Zeiten von Dubajova und Fecova verfügt der VfL heute gleich über sechs starke Rückraumspielerinnen. Mit Jakubisova, den deutschen Nationalspielerinnen Angie Geschke, Sabrina Neuendorf und Julia Wenzl sowie den Niederländerinnen Laura van der Heijden und Lois Abbingh ist in Oldenburg erstmals die personelle Vielfalt angesagt.
Lydia Jakubisova setzt ihr Siegerlächeln auf: „Wenn wir auswechseln, haben wir immer noch eine starke Mannschaft“, strahlt sie.
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