OLDENBURG, 7. Januar 2012


VfL Oldenburg steht vor hoher Hürde im DHB-Pokal

Handball Frauen treten Sonntag beim Ligarivalen HSG Blomberg an – Sieger erreicht Achtelfinale


von Oliver Bloch

Oldenburg - Erleichtert kehrten die Handballerinnen des VfL Oldenburg in der Nacht zu Donnerstag aus Bad Wildungen zurück. Mit einem 33:26-Sieg beim Aufsteiger startete der Bundesligist erfolgreich ins neue Jahr und will den Schwung nun mitnehmen. An diesem Sonntag (16 Uhr) wartet bereits die nächste Auswärtshürde auf die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki. In der dritten Runde steigt der VfL gegen den Ligarivalen HSG Blomberg/Lippe in den DHB-Pokal ein.

„Das Spiel hat eine große Bedeutung für uns, wir wollen unbedingt ins Achtelfinale einziehen“, sagt Krowicki. Beim ersten Duell in dieser Saison gelang in der Bundesliga ein deutlicher 34:26-Sieg über Blomberg. Gegen eine Wiederholung hätte Krowicki nichts einzuwenden, verweist aber auf „die eigenen Gesetze des Pokals“. „Eine schlechte Leistung und man kann nichts mehr gutmachen“, warnt er seine Spielerinnen, die im Pokal mittlerweile regelmäßig auf die HSG treffen. Vor zwei Jahren schied der VfL als Titelverteidiger im Viertelfinale gegen die Ostwestfalen aus, im Vorjahr gelang in der dritten Runde die Revanche.

In eigener Halle rechnet sich nun auch Blomberg wieder Chancen aus. Der Bundesligasiebte startete ebenfalls mit einem Auswärtssieg – 33:32 beim Frankfurter HC – ins neue Jahr. „Die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Mannschaft gut drauf ist“, fordert Krowicki hohe Konzentration. Als positives Signal bewertet er allerdings die Leistung seines Teams in Bad Wildungen. „Wir waren taktisch stark und immer einen Schritt schneller als der Gegner“, bilanziert der Coach. In der entscheidenden Phase wuchs dann auch Torfrau Julia Renner über sich hinaus. Zwischendurch ging allerdings einige Male die Konzentration verloren, so dass der VfL zehn Minuten vor Schluss noch einmal zittern musste, nachdem der scheinbar sichere Vorsprung auf zwei Tore geschmolzen war. „Wichtig ist aber, dass sich die Mannschaft für ihre harte Trainingsarbeit belohnt hat“, lobt Krowicki, der die stark erkältete Julia Wenzl in Bad Wildungen noch schonte. Sie soll in Blomberg aber wieder zum Einsatz kommen.

Für den Wettbewerb hat sich der VfL schließlich einiges vorgenommen. An die Endrunde in Göppingen denkt der Trainer nach eigener Aussage zwar noch nicht, doch auch im Handball führt der schnellste Weg zu einem Titel über den Pokal. So wie im Jahr 2009, als der VfL in Riesa die begehrte Trophäe zum zweiten Mal nach Oldenburg holte.

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