VfL Oldenburg fordert Titelkandidaten HC Leipzig
Handball Frauen reisen an diesem Mittwoch zum Tabellenzweiten – Ausgeglichene Bilanz
Oldenburg - Vor einer ganz schweren Aufgabe stehen an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg. Der Tabellenvierte ist zu Gast beim Zweiten HC Leipzig. Schon in den vergangenen Spielen lieferten sich beide Teams enge Duelle.
Im Hinspiel am 4. September hatte der VfL den HCL fast geknackt, führte noch in der 53. Minute mit 24:22, rettete den Vorsprung aber nicht ins Ziel und musste sich mit einem 26:26 begnügen. Auch im Gastspiel in Leipzig vor gut einem Jahr trennten sich beide mit einem Unentschieden (28:28). Mit je zwei Siegen, Remis und Niederlagen ist die Bilanz zwischen beiden Teams seit der Saison 2009/10 ausgeglichen.
Eine Punkteteilung in Leipzig wäre für die Oldenburgerinnen diesmal sicherlich als Erfolg zu werten, das weiß auch VfL-Trainer Leszek Krowicki. Die Favoritenrolle liege bei den Leipzigerinnen. Dennoch: Der Tabellenzweite ist in eigener Halle verwundbar. Zuletzt holte Bayer Leverkusen einen Punkt beim HCL (29:29). Zuvor war der Thüringer HC mit 28:19 erfolgreich.
„Keine andere Mannschaft in der Liga ist so ausgeglichen besetzt. Leipzig ist selbstverständlich ein Kandidat auf die Meisterschaft“, sagt Krowicki. „Hinfahren, um die Punkte abzugeben, werden wir aber nicht. Zuletzt haben wir immer recht gut ausgesehen gegen diesen Gegner.“
Ebenfalls selbstbewusst gibt sich auf Seiten der Leipziger Trainer Stefan Madsen, findet aber auch mahnende Worte: „Ich bin mir sicher, dass wir von Anfang an hochkonzentriert spielen müssen. Nur dann haben wir auch eine Chance gegen Oldenburg.“
Im Heimspiel gegen den VfL kann Madsen bis auf die langzeitverletzte Anne Ulbricht und die angeschlagene Loraine Hellriegel alle Spielerinnen aufbieten. Auch die polnische Halblinke Karolina Kudlacz (99 Länderspiele), die in Blomberg und gegen Leverkusen zu ersten Einsätzen nach ihrer Verletzung zu Beginn der Saison kam, ist dabei. Gesund von der Weltmeisterschaft in Brasilien zurückgekehrt sind Katja Schülke, Luisa Schulze, Natalie Augsburg, Anne Müller und die Niederländerin Maura Visser.
Auf seinen kompletten Kader kann hingegen Krowicki zurückgreifen. Die beiden WM-Teilnehmerinnen Lois Abbingh und Laura van der Heijden hatten zwar vergangene Woche kurz mit dem Training aussetzen müssen, sind aber wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte.
Vier Tage nach dem Gastspiel in Sachsen empfängt Oldenburg den Frankfurter HC (Sonntag, 16.30 Uhr, EWE-Arena).
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