LEIPZIG, 19. Januar 2012


VfL-Frauen laufen vergeblich hinterher

Handball Oldenburg verliert Bundesliga-Spitzenspiel in Leipzig 25:28 – Geschke erzielt acht Treffer


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Zeichensprache: Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki BILD: Thorsten Helmerichs  Bild vergrößern

Der VfL holte allein in der zweiten Halbzeit zwölf Mal einen Rückstand auf. Das kostete viel Kraft.

von Otto-Ulrich Bals

Leipzig - Es hat nicht ganz gereicht: Auch im fünften Anlauf blieben die Handballerinnen des VfL Oldenburg in dieser Saison gegen ein Bundesliga-Spitzenteam sieglos. Nach dem Unentschieden im Hinspiel mussten sich die VfL-Frauen am Mittwochabend mit 25:28 (13:15) beim Titelaspiranten HC Leipzig geschlagen geben. Gegen Thüringen, Buxtehude und Leverkusen hatte es zuvor ebenfalls Niederlagen gegeben. „Der Sieg von Leipzig geht in Ordnung – unsere Wurfquote nicht“, meinte Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki.

Die Gäste erwischten eine starke Anfangsphase und ließen sich auch durch den 0:2-Rückstand nicht entmutigen. Wiebke Kethorn, Kim Birke und Laura van der Heijden mit ihrem einzigen Tor sorgten nach sieben Minuten für die erstmalige Führung. Vor allem die aufmerksame 5:1-Deckung bereitete Leipzig in dieser Phase einige Probleme. Auf der Gegenseite wussten die VfL-Frauen durchaus spielerische Akzente gegen die kompakte und aggressive Leipziger Abwehr zu setzen.

So entwickelte sich die aus Oldenburger Sicht erhoffte enge Partie – nach 20 Minuten jedoch mit leichten Vorteilen für Leipzig. Besonders Rückkehrerin Karolina Kudlacz (4 Tore) konnte sich zunehmend besser präsentieren. Die polnische Ausnahmehandballerin, die in diesem Jahr nach sechsmonatiger Verletzungspause ins HCL-Team zurückgekehrt ist, machte mit ihren Toren vielleicht den Unterschied aus.

Die VfL-Frauen bewiesen einmal mehr ihre großartige Moral und holten mehrfach einen höheren Rückstand (9:12/24. Min. und 11:15/28.) auf. Immer bemüht, das Tempo hoch zu halten, ließen sie sich nicht abschütteln. Allein zwölf Mal in der zweiten Halbzeit standen die Gäste vor dem Ausgleich. „Diese Aufholjagden haben natürlich viel Kraft gekostet“, befand Krowicki. Um Leipzig in dieser hart umkämpften Partie aber wirklich in Bedrängnis zu bringen, fehlten den VfL-Frauen speziell auch die leichten Gegenstoß-Tore.

Die hoch aufgeschossene HCL-Deckung zwang die Gäste immer wieder in den Positionsangriff. Angie Geschke nahm diese Herausforderung an, doch auch ihre acht Tore konnten die Niederlage nicht verhindern.

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