OLDENBURG, 24. Januar 2012


Fast kompletter Kader noch ohne Vertrag

Handball VfL Oldenburg kämpft um Erhalt der aktuellen Bundesliga-Mannschaft


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Haben gut lachen: Laura van der Heijden (links) und Lois Abbingh BILD: Thorsten Helmerichs  Bild vergrößern

von Otto-Ulrich Bals

Oldenburg - Die sportliche Perspektive ist erstklassig, der Kader für die kommende Saison noch nicht. Keine vier Monate vor dem voraussichtlichen Saisonende (nach den Playoffs im Mai) stehen beim Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg erst zwei Spielerinnen für die kommende Spielzeit unter Vertrag.

In der Bundesliga auf Platz vier, im DHB-Pokal im Achtelfinale: Die VfL-Frauen haben sich in gleich zwei Wettbewerben eine glänzende Ausgangslage erarbeitet. Vor knapp einem Jahr sah es überhaupt nicht danach aus. Als Folge der Beluga-Krise und dem damit verbundenen Aus des Hauptsponsors drohte Oldenburg sogar, von der Bundesliga-Karte zu verschwinden.

In einem gemeinsamen Kraftakt mit Freunden und Sponsoren gelang das wirtschaftliche Überleben – nicht zuletzt auch, weil die Spielerinnen bereit waren, finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen. Kein Vertrag wurde vorzeitig verlängert.

Jetzt holt das Thema den Pokalsieger von 2009 – zumindest teilweise – wieder ein. Denn bis auf zwei Ausnahmen verfügt keine der aktuellen Spielerinnen über einen Kontrakt, der über den 30. Juni 2012 hinausgeht.

Einzig die beiden niederländischen Nationalspielerinnen Laura van der Heijden (bis 2013) und Lois Abbingh (bis 2014) sind vertraglich noch länger an den Oldenburger Bundesligisten gebunden.

„Die Problematik ist klar“, sagt der Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH, Peter Görgen. Bis Mitte Februar will er das Budget kennen, das für den Kader 2012/2013 und das Gesamtkonzept Leistungshandball zur Verfügung steht. „Wir tun alles dafür, das Bundesliga-Team zu halten“, sagt Görgen. Über Geld spricht der VfL-Geschäftsführer nicht.

Fakt ist wohl: Bei der Zusammenstellung einer wettbewerbsfähigen Mannschaft, die auch wieder im Europapokal startet, kommt schnell ein Finanzbedarf von 600 000 Euro zusammen. Diese Summe zu beschaffen, ist auch Aufgabe des neuen Marketingleiters Stefan Eickelmann. Der Nachfolger von Katharina Lesniczack führt derzeit intensiv Gespräche mit bestehenden und möglichen neuen Sponsoren. „Es gibt noch Potenziale“, sagt er.

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Auch Trainer Leszek Krowicki, dessen Vertrag noch bis 2015 läuft, geht davon aus, „dass wir mit diesem Kader auch im kommenden Jahr arbeiten“. Die angespannte wirtschaftliche Lage sei den Spielerinnen ebenso bekannt wie die seriöse Finanzplanung des Clubs. „Ich habe bereits mit einigen Spielerinnen gesprochen und dabei noch keine negative Rückmeldung erhalten“, betont Krowicki.

 @ Mehr Infos unter http://www.NWZonline.de/vflhandball




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