Im Schongang zum achten Sieg
Handball Oldenburg gewinnt 26:24 in Celle – Renner und Geschke überzeugen
Auf der Erfolgswelle: Julia Wenzl feierte mit den VfL-Handballerinnen in Celle den achten Saisonsieg. BILD: Thorsten Helmerichs 
von Otto-Ulrich Bals
Oldenburg - Den unbequemen Gegner deutlich dominiert, alle Spielerinnen zum Einsatz und zwei Punkte sicher mit nach Hause gebracht: Trainer Leszek Krowicki und die Handballerinnen des VfL Oldenburg erlebten am Sonnabendabend einen stressfreien Bundesliga-Spieltag. „Mir war eigentlich schon nach 20 Minuten klar, dass wir diese Aufgabe lösen werden“, kommentierte Krowicki den 26:24 (13:10) -Erfolg der VfL-Frauen beim Angstgegner Celle.
Dass dabei das Resultat nicht so ganz die wahren Kräfteverhältnisse während der 60 Minuten widerspiegelt, stört den Oldenburger Coach keineswegs. „In diesem Spiel ging es nicht um das Torverhältnis“, meinte er in Anspielung auf das Erreichen einer der Plätze eins bis vier nach der Normalrunde. „Viel wichtiger ist, dass wir die direkten Duelle gegen die Mitkonkurrenten gewinnen.“
Vor diesem Hintergrund gewährte Krowicki seinen Stammspielerinnen in Celle immer wieder mal längere Pausen. So saß die leicht angeschlagene Kim Birke 50 Minuten lang auf der Bank, und auch die Linkshänderin Laura van der Heijden durfte sich zwischendrin immer wieder erholen. „Wenn ich gegen Celle nicht die Möglichkeit nutze, allen Spielerinnen das Vertrauen zu schenken, wann dann?“, sagte sich Krowicki.
Und so begannen die VfL-Frauen zunächst ohne Sabrina Neuendorf und Angie Geschke, was den Gastgeberinnen sicher auch zum guten 5:1-Start verhalf. Dann war Schluss mit lustig. Die Oldenburgerinnen – jetzt mit Neuendorf und Geschke – stabilisierten die Abwehr und stellten den Abstiegskandidaten fortan vor große Probleme. Vor allem die 5:1-Deckungsformation des VfL mit einer überragenden Geschke auf der Spitze waren der Garant dafür, dass die Gäste den SVG-Frauen mit der 8:7-Führung nach 22 Minuten endgültig davon liefen.
Mit Beginn der zweiten Hälfte setzten die Oldenburgerinnen energisch nach. Das 18:11 (43. Minute) von Außenspielerin Jenny Winter war schon so etwas wie die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste. In dieser Phase – zwischen der 25. und 44. Spielminute – blieb Celle 19 Minuten lang (!) ohne Feldtor. Nicht zuletzt auch, weil sich die VfL-Frauen wieder einmal auf ihre Nummer eins, Julia Renner, verlassen konnten.
„Das war schon das vierte oder fünfte Spiel nacheinander mit einer starken Leistung. Julia hat wieder mehr gehalten als sie musste“, lobte Krowicki seine Torfrau. Der Schluss ist schnell erzählt: Oldenburg setzte sich immer klarer ab.
Über die Stationen 23:14 (49./Lois Abbingh) und 25:19 (57./Birthe Barger) rauschte der VfL-Express zum achten Saisonsieg – auch wenn Celle in den Schlussminuten noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte.
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