OLDENBURG, 2. Februar 2012


1000 Kilometer mit dem Bus für 60 Minuten Handball

Dhb-Pokal VfL Oldenburg reist im Achtelfinale zum Drittligisten SHV Oschatz – Endrunde im Visier


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Siegen kann so schön sein: Wie gegen Frankfurt, so wollen die VfL-Frauen auch im DHB-Pokal richtig jubeln. BILD: Piet Meier  Bild vergrößern

von Otto-Ulrich Bals

Oldenburg - Der schwerste Gegner der Handballerinnen des VfL Oldenburg im Achtelfinale des DHB-Pokals dürfte wohl die Autobahn werden. Der Bundesliga-Fünfte und Pokalsieger von 2009 gastiert am Sonntagnachmittag (16 Uhr) beim Drittligisten SHV Oschatz. Die 15 000-Einwohnerstadt liegt nur 15 Kilometer westlich von Riesa – und so werden die VfL-Frauen für ihr 60-minütiges Gastspiel über zwölf Stunden und 1000 Kilometer unterwegs sein.

15 Jahre lang von 1995 bis 2010 stand der Name Riesa für die Pokalendrunde der deutschen Handballerinnen, galt die Stadt in Sachsen bei den Bundesligisten als das Synonym schlechthin für einen leicht erzielbaren Titelgewinn. Die Clubs der Ersten Liga steigen bekanntlich erst in der 3. Hauptrunde in den Pokalwettbewerb ein. Mit etwas Losglück und nur drei Siegen ist dann bereits der Sprung zur Endrunde (Final-Four), die seit 2011 in Göppingen ausgetragen wird, geschafft.

Zwei Siege fehlen den VfL-Frauen also im diesjährigen Wettbewerb noch. „Ich möchte nicht arrogant wirken, auch möchte ich unseren Gegner nicht unnötig reizen, aber ich denke: Wir fahren da hin und gewinnen“, sagt Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki. In der Tat sollte sich ein ambitionierter Erstligist von einem Drittliga-Team nicht überraschen lassen. Im Frauenhandball liegen zwischen der Ersten und Dritten Liga eben doch noch Welten.

Der SHV Oschatz rangiert in der Dritten Liga Ost mit 20:12 Punkten derzeit auf dem fünften Tabellenplatz. Dominiert wird die Liga an der Spitze von den Zweitvertretungen der Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe und Thüringer HC (jeweils 25:7 Zähler). Zum Vergleich: Oldenburgs zweite Mannschaft steht in der Dritten Liga Nord mit 28:4 Punkten auf Rang zwei.

Dreimal haben die VfL-Frauen bislang die Qualifikation für die Endrunde geschafft. Vor zehn Jahren scheiterte das Team des damaligen Trainers Peter Kalafut erst im Finale von Riesa mit 27:29 an Bayer Leverkusen. 2006, dann erstmals mit Krowicki, schied der VfL mit 21:34 im Halbfinale gegen die damalige Übermannschaft des 1. FC Nürnberg aus. Drei Jahre später gelang die Revanche. Oldenburg bezwang im Endspiel Nürnberg 28:23 und sicherte sich zum zweiten Mal nach 1981 den deutschen Pokal.

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An diesen Erfolg würden die VfL-Frauen in dieser Saison nur allzu gerne anknüpfen. Doch bis zur Endrunde ist es noch ein langer Weg, wie die Oldenburgerinnen in den vergangenen zwei Jahren erfahren mussten. So scheiterte das Team 2010 und 2011 jeweils im Viertelfinale an den Liga-Konkurrenten Blomberg beziehungsweise Thüringen. „Umso schöner wäre es natürlich, wenn wir in diesem Jahr mal wieder bei der Endrunde dabei wären“, sagt Krowicki.

 @http://www.NWZonline.de/vflhandball




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