Losglück krönt den leichten Pokalsieg
Handball VfL Oldenburg trifft im Viertelfinale auf Zweitligisten TuS Metzingen – 39:23-Erfolg in Oschatz
Musste in Oschatz nur selten korrigierend eingreifen: Leszek Krowicki, Trainer der VfL-Handballfrauen BILD: Helemrichs 
von Otto-Ulrich Bals
Oschatz - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben am Sonntag einen Riesenschritt in Richtung Pokal-Endrunde unternommen. „Wir können uns wirklich nicht beklagen. Das war ein schöner Tag für uns“, kommentierte Trainer Leszek Krowicki den erwartet leichten Erfolg des Bundesligisten im Pokal-Achtelfinale und das kurz darauf erhaltene Glückslos im Viertelfinale.
Die VfL-Frauen hatten nach dem 39:23 (17:11) beim Drittligisten SHV Oschatz am Sonntagnachmittag noch nicht zu Ende gejubelt, da gab es schon wieder etwas zu feiern: So treffen die Oldenburgerinnen in der nächsten Runde in der heimischen EWE-Arena auf den Zweitliga-Spitzenreiter TuS Metzingen. Das ergab die Auslosung des Deutschen Handballbundes (DHB) am frühen Sonntagabend im Anschluss an das Europapokalspiel des HC Leipzig gegen Metalurg Skopje (25:13).
Als Spieltag für das Viertelfinale ist der 3./4. März vorgesehen. Der Sieger dieser Partie qualifiziert sich direkt für die Pokalendrunde „Final Four“ am 28. und 29. April in Göppingen. „Da tut sich für uns sicherlich eine große Chance auf, auch wenn es sich beim TuS Metzingen um einen wirklich starken Zweitligisten handelt“, erklärte Krowicki.
Die Oldenburger Bundesliga-Konkurrenz hat es im Viertelfinale nicht so gut getroffen. Rekordsieger Bayer Leverkusen muss beim unbequemen Liga-Rivalen HSG Bad Wildungen, der HC Leipzig bei Frisch Auf Göppingen antreten. Die Füchse Berlin erwarten den Buxtehuder SV. So gesehen haben die VfL-Frauen das mit Abstand beste Pokal-Los gezogen.
Und auch auf dem Weg ins Viertelfinale mussten sich die Oldenburgerinnen im sächsischen Oschatz nicht völlig verausgaben. „Die Unterschiede zwischen der Ersten und Dritten Liga sind einfach sehr groß. Von daher hatte ich natürlich mit so einem Spielverlauf gerechnet“, meinte Krowicki, der die einseitige Partie nutzte, um allen Spielerinnen Einsatzmöglichkeiten zu geben. Einzig seine Nummer eins, Julia Renner, kam nur zu einem Kurzeinsatz bei einem Siebenmeter. „Ich wollte Tess Wester auch einmal die Chance geben, sich in Szene zu setzen“, so der VfL-Trainer.
Mit ein paar Fehlern weniger hätte seine Mannschaft auch leicht höher gewinnen können, doch Krowicki sah über die Fehler weitgehend hinweg. „Gegen einen solchen Gegner fällt es – bei aller Konzentration – schon schwer, 60 Minuten lang konsequent durchzuspielen“, nahm er seine Frauen in Schutz.
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